Stolberg-Liester - Festmesse: 50-jähriges Bestehen von St. Hermann-Josef

Festmesse: 50-jähriges Bestehen von St. Hermann-Josef

Von: mlo
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Die Chorgemeinschaft hatte unter Leitung von Christoph Leuchter ein ansprechendes Programm vorbereitet zum Jubiläumsgottesdienst der Pfarrgemeinde. Foto: M. Otten

Stolberg-Liester. Zu Herzen gehend und erfrischend waren die musikalischen Darbietungen am Sonntagmorgen in der Pfarrkirche St. Hermann-Josef. Dafür hatte die Chorgemeinschaft unter Leitung von Christoph Leuchter zum 50-jährigen Jubiläum der Pfarrgemeinde St. Hermann-Josef ein ansprechendes Programm vorbereitet.

Mit Marlies Buchmann (Sopran), Theo Palm (Orgel) sowie dem Kammermusikkreis aus Würselen wurde die von Generalvikar Dr. Andreas Frick zelebrierte Messe zu einem himmlischen Lobgesang.

Die Festmesse, die ungezählte Besucher in die junge Kirche auf der Liester gelockt hatte, beendete das Jubiläumsjahr. So voll wie an diesem Morgen, habe er die Kirche nur aus seiner Jugendzeit in Erinnerung, sagte Andreas Frick, der gerne für den erkrankten Pfarrer Funken eingesprungen war.

Zu den meist aufgeführten kirchenmusikalischen Werken von Franz Schubert zählt die G-Dur-Messe, aus der der Chor das Kyrie und das Credo einstudiert hatten. Das Klang- und Harmoniegefühl bestimmte die Komposition des 18-jährigen romantischen Komponisten, so dass dem Chor eine eindrucksvolle Wiedergabe gelang.

Marlies Buchmann sang ihre Soli mit bezaubernder Anmut. Im „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart, das dieser für den feierlichen Vespergottesdienst im Salzburger Dom geschrieben hatte, wusste sie die sensible Innigkeit herauszustellen und erzeugte mit allen Musizierenden Gänsehautfeeling. Ein besonderer musikalischer Leckerbissen war das „Panis Angelicus“ von Cäsar Franck, das nicht nur von der Orgel, sondern auch von einer Solo-Geige bestimmt war. Die berauschende Klangfülle des Orchesters gemeinsam mit dem stimmlich hervorragend geschulten Chor bildete eine musikalische Einheit und hinterließ eine nachhaltige Wirkung auf das Gemüt aller Anwesenden.

Theo Palm imponierte an der kleinen Orgel im Chorraum mit sensibler und virtuoser Spieltechnik. Er begleitete nicht nur den Chor und die Solistin, sondern auch die Kirchenlieder der Gemeinde.

Dr. Frick blickte in seiner ansprechenden Predigt auf die Entstehung der Pfarrgemeinde zurück. Er ließ Revue passieren, was die Menschen sich bei dem Bauboom vor 50 Jahren wohl gefragt haben mochten. Die Gemeinde entstand, weil es Menschen und einen Pfarrer gab, die sich treffen wollten, um gemeinsam zu singen, zu beten oder einfach nur sich auszutauschen.

Der damalige Pfarrer Wim Buscher habe Leute gesucht, die Verantwortung trugen, anders dachten und den Mut hatten, etwas zu verändern. So sei es auch mit den ersten Christen gewesen, schlug Frick die Brücke. Sie begannen leise. Sie wollten verstehen und begreifen, dass Gott die Menschen gern hat, sie an die Hand nimmt. Zum Christsein gehören Mut und immer wieder Aufbruch. Da war die Rede von Perspektivwechsel, von Jesus als Freund der Menschen und von der Bereitschaft eines jeden, da hinzugehen, wo Menschlichkeit gebraucht wird. Gemeinde entstehe da, wo Menschen neu denken und konkret werden in der Liebe, auch in Zeiten der Krisen.

Das i-Tüpfelchen zum Schluss nach der Messe war das mit Pauken und Trompeten unterstützte „Halleluja“ aus dem zweiten Teil des Oratoriums „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel. Das gewaltige Finale um den Weltenherrscher und Himmelskönig zeigte noch einmal, was eine lebendige Gemeinde leisten kann. Im Anschluss bestand bei einem Glas Sekt die Möglichkeit, sich über dies und das auszutauschen.

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