Festliche Musik für einen guten Zweck

Von: mlo
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Der Kirchenchor St. Josef singt unter Leitung von Agata Sewera das Herz ergreifende „Caresse sur l‘océan“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, Solist ist der elf Jahre alte Laurenz Rietz aus Raeren. Foto: M.L. Otten

Stolberg-Schevenhütte. Wie viel musikalisches Potenzial in dem knapp 1000 Einwohner zählenden östlichen Stolberger Ortsteil steckt, zeigte das Benefizkonzert am Sonntagnachmittag in der Schevenhüttener Pfarrkirche St. Josef.

Auf dem ansprechenden Programm, das der Kirchenchor St. Josef, der Kleine Chor Breinig-Schevenhütte und das Bläserensemble Phoenix Music Classic bestritten, standen festliche Musik aus der Klassik, zeitgenössische Kirchenlieder, Gospels, schwedische Volksweisen, Filmmusik und volkstümliche Klänge

Das Konzert in der voll besetzten Pfarrkirche war ein Dankeschön für zehn Jahre Förderkreis und zwanzig Jahre Kleiner Chor. Den Auftakt nach der Begrüßung durch Günter Winterscheid, den Vorsitzenden des Fördervereins der Pfarre St. Josef, machte der Kirchenchor unter Leitung der in Polen geborenen Organistin und Chorleiterin Agata Sewera mit modernen geistlichen Kompositionen.

Mit jugendlicher Frische entlockte sie den Sängerinnen und Sängern sehnsuchtsvolle Klänge und nahm die Kirchenbesucher mit auf eine faszinierende musikalische Reise. Zur schmeichelnden und lebendigen Klavierbegleitung des 17-jährigen Simon Oslender sang der 35-köpfige gemischte Chor, verstärkt durch Mitglieder aus Hahn, „von einem Licht, das in jedem geborgen ist“, von „der Hoffnung, wo Leben verdorrt“ und vom „Wagnis nach neuen Ufern“. Dabei standen Freude und Spaß immer im Vordergrund.

In einem zweiten Auftritt bestachen die Damen und Herren mit zwei Gesängen aus dem herzergreifenden französisch-schweizerischen Kinofilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, darin der Chorgesang eine wichtige Rolle spielt. Für frischen Wind im Internat für schwer erziehbare Jungen berührt ein neuer Lehrer mit selbst geschriebenen Chorstücken seine Kinder. In St. Josef berührte Laurenz Rietz (11 Jahre) aus Raeren in „Caresse sur l’océan“ das Publikum mit seinem eindrucksvoll gesungenen Solo.

Auch das „Golu“ aus Korsika mit Querflöte (Janina Müller) und Cello (Barbara de Vries) sprach die Anwesenden unmittelbar an. Der Kleine Chor Breinig-Schevenhütte unter Franz Körfer, der vor zwanzig Jahren aus einem Gelegenheitschor für ein Geburtstagsständchen entstanden ist, wartete mit einer Mischung aus Gospels und volkstümlichen Weisen auf. Schwedisches Volksgut wie „Ach Värmeland“ oder „Uti var hage“ wurden tonsicher und sauber A-cappella zu Gehör gebracht. Freude am Glauben und Leben kam dann in den gefühlvollen Gospels zum Ausdruck.

Das Instrumentalensemble Hans-Jürgen Breuer (Trompete/Horn), Holger Gilles, Hubert Deutz (Trompeten), Manfred Franzen (Posaune) und Hejo Schmitz - begann seine Darbietungen mit dem festlichen Charpentier Prélude aus dem „Te Deum“. Dann folgten Mozarts „Bona Nox“ und James Lasts „Trumpets in Love“.

Mit Bart Howards Big-Band-Titel aus dem Jahr 1954 flogen die Musiker „zum Mond“ und mit der Popballade „One Moment in Time“ von Whitney Houston aus dem Jahr 1988 überwanden sie alle Widerstände, denn die niedrigen Temperaturen in der Kirche verlangten von den Herren Höchstleistung, da kleine Intonationsschwächen mit dem Ansatz ausgeglichen werden mussten.

Bevor alle Beteiligten den irischen Segenswunsch „Möge die Straße uns zusammenführen“ mit der Gemeinde intonierten, bedankte sich Pfarrer Hans Bolz für die qualitativ hochwertige Musikdarbietung an diesem Tag, aber auch für die Errichtung des Förderkreises vor zehn Jahren, der das pfarrliche Leben in Schevenhütte präsent halte.

Ohne den Förderverein hätte das Pfarrheim nicht renoviert werden können. Jetzt mit neuer Küche und neuer Heizung können der Seniorentreff, die Kinder- und Jugendarbeit uneingeschränkt fortgesetzt werden.

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