Stolberg - Ferienspiele: Kinder erleben echtes Galminus-Gefühl

Ferienspiele: Kinder erleben echtes Galminus-Gefühl

Von: dim
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Beim künstlerischen Schaffen mit Gerda Zuleger-Mertens sind die Ferienkinder hoch konzentriert. Foto: D. Müller

Stolberg. Manche Fragen beantworten sich quasi wie von selbst. Zum Beispiel, als die Kinder wissen wollen: „Gibt es den auch wirklich?“ und „Wo kann man den denn mal treffen?“ Der erste Tag ihrer Ferienspiele ist noch nicht vorbei, da sind ihnen die Antworten klar: Ja, es gibt den kleinen Stolberger Museumszwerg Galminus, und man kann ihn am besten im Zinkhütter Hof antreffen.

Auch wenn der freundliche und fleißige Bergmann bereits rund 2000 Jahre alt ist, bleibt sein Wirken in der Kupferstadt Stolberg aktuell, was die Kinder bei den Ferienspielen unter dem Motto „Galminus und Metall“ schnell verinnerlichen.

Am ersten Tag der Aktion lernen die Kinder das Museum Zinkhütter Hof näher kennen – und damit auch Galminus, der das Zinkerz Galmei abbaute, das wiederum zur Herstellung von „gelbem Kupfer“ verwendet wurde. Jenes „gelbe Kupfer“ trägt schon lange den Namen „Messing“, ist aber immer noch der Grund dafür, dass Stolberg die „Kupferstadt“ ist.

Die Ferienkinder im Zinkhütter Hof lernen nicht nur, was Galminus und Stolberg sonst noch so alles mit Metall zu tun haben, sondern werden auch gleich selbst aktiv und basteln sich jeweils ihren eigenen Galminus, der dank Stolberger Druckknöpfe – aus Metall, versteht sich – beweglich ist.

Kreativität großgeschrieben

Ohnehin steht Kreativität bei diesen Ferienspielen ganz weit oben auf der abwechslungsreichen Tagesordnung. „Das Angebot fügt sich in ein Gesamtkonzept ein, das mit der momentan laufenden Kunstausstellung Schmelztiegel korrespondiert“, beschreibt Museumspädagogin Petra Grüttemeier.

Neben der aktuellen Ausstellung mit Werken von sieben Künstlern im Zinkhütter Hof gehöre dazu auch ein Kunstworkshop für Erwachsene und Jugendliche am kommenden Sonntag (siehe Infokasten) – und die Ferienaktion, bei denen die Kinder spielerisch und künstlerisch an die Geschichte und die Bodenschätze der Kupferstadt herangeführt werden.

Mit der Künstlerin Gerda Zuleger-Mertens gestalten die Kleinen am zweiten Tag individuelle Schatzkisten, reichlich verziert mit viel „Stolberger Gold“. An den persönlichen Schatztruhen zum mit nach Hause nehmen arbeiten sie hoch konzentriert, sind versunken im künstlerischen Schaffen und wirken dabei zugleich völlig tiefenentspannt.

Einen Tag später erleben die Kinder das „echte Galminus-Gefühl“: Zu Gast im Energeticon in Alsdorf, werden sie unter anderem in die „Kull“ geführt und erleben ein lehrreiches Abenteuer unter Tage.

Bei dem Finale der Osterferienspiele im Museum Zinkhütter Hof kommen Kunst und Metall dann noch einmal im „Schmelztiegel“ zusammen, als die Kinder mit Zuleger-Mertens und Metallkünstler Göttmann kreativ werden.

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