Stolberg - Feldversuch: Stolberg und EWV wollen auf LED-Technik setzen

Whatsapp Freisteller

Feldversuch: Stolberg und EWV wollen auf LED-Technik setzen

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
LED-Laternen sollen zukünftig
LED-Laternen sollen zukünftig das Stadtgebiet beleuchten. Foto: ESW

Stolberg. Der Feldversuch am Kastanienweg ist erfolgreich verlaufen, sagt EWV-Sprecherin Michaela Humphries. Dort setzte der Energieversorger auf LED Technik made in Stolberg. Das Breiniger Unternehmen ESW produziert diese innovative Technik, die Kosten vermeidet.

Im Vergleich zu Natriumdampflampen (NAV) liegt die Energieersparnis bei etwa 40 Prozent und im Vergleich zu Quecksilberdampflampen (HQL) sogar bei rund 70 Prozent. „Und beim Preis-Leistungs-Verhältnis sind die Leuchten aus Breinig führend”, unterstreicht Bernd Kistermann.

Der Fachbereichsleiter legt den Mitgliedern des Bauausschusses nun den „Sprung auf LED” in Zusammenarbeit mit der EWV nahe, die für die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet zuständig ist.

Der vor einem halben Jahr novellierte Vertrag mit dem Energieversorger sieht nicht nur vor, dass in Neubaugebieten zukünftig die sparsame LED-Technik Einzug hält, sondern beinhaltet auch eine kontinuierlichen Austausch der alten HQL-Leuchten vor. Letztere dürfen ohnehin nur noch bis zum 1. Januar 2015 neu installiert werden.

Bislang wurden diese in einem ersten Sanierungsschritt auf NAV-Leuchten umgerüstet. Diese Phase wird voraussichtlich im Juli abgeschlossen sein, denn dann ist der Lagerbestand an NAV-Leuchten aufgebraucht.

„Alleine in diesem Jahr wurde durch den Einbau von 107 NAV-Leuchten eine Energieeinsparung von 53 Prozent erreicht”, rechnet Kistermann vor, dass die installierte Leistung von 25.006 auf 11.859 Watt sank. Zukünftig wollen Stadt und EWV noch mehr Energie sparen, in dem auf LED-Technik gesetzt wird. Immerhin verbleiben noch 3990 HQL-Leuchten im Stadtgebiet, die sukzessive ausgetauscht werden sollen.

Dabei bietet die LED-Technik in Stolberg noch den Vorteil, dass sie flächendeckend dimmbar ist, weil ein Rundsteuersignal zur Verfügung steht. Dies ermöglicht eine weitere Energieeinsparung von bis zu 50 Prozent der ohnehin deutlich niedrigeren Leistung der zu installierenden Leuchtmittel.

Diese hängen wiederum von den Straßen ab, an denen sie aufgestellt werden. Je nach Bedeutung, Breite und örtlichen Gegebenheiten sind individuelle Lösungen erforderlich, um die Vorgaben der DIN erfüllen zu können.

„Wir wählen die LED-Technik entsprechend der Standort-Geometrie aus”, erläutert Michaela Humphries. Dies bedeutet, dass neben den Produkten der Stolberger ESW auch Typen der Firmen Siteco und Hella eingesetzt werden sollen. Allerdings rangieren die Beschaffungskosten der beiden Mitbewerber über denen des Anbieters aus heimischen Gefilden.

„Die Investitionskosten für die energetische Sanierung werden zurzeit noch erfasst”, erklärt Kistermann. Material-, Herstellungs-, Personal- und Gemeinkosten sollen dem Bauausschuss noch offengelegt werden.

Hinzugerechnet werden vier Prozent Kapitalkosten. Diese werden den eingesparten Energiekosten gegenübergestellt. Sobald der Spareffekt eintritt, wird der Vorteil zu zwei Drittel für die Stadt und zu einem Drittel für die EWV aufgeteilt und gutgeschrieben. Zunächst wird sich der Bauausschuss auf seiner Sitzung am 20. Juni intensiv mit der Thematik befassen können.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert