Feinste Blasmusik gleich noch im Doppelpack

Von: Christoph Hahn
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Gestalteten im Stolberger Kulturzentrum an der Frankentalstraße ein ausgesprochen furioses Konzert: die Gastgeber vom Musikverein Hahn aus Aachen unter ihrem Dirigenten Jörg Carabin. Foto: C. Hahn
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Mit einer Arie aus „Sissi“ in die Herzen der Zuhörer: Sogar ihre eigene Sängerin hatten die Leute vom Musikverein Hahn mitgebracht. Foto: C. Hahn

Stolberg. Blasmusik vom Allerfeinsten und das gleich im Doppelpack – derart reiche Kost bot das jüngste Konzert im Stolberger Kulturzentrum an der Frankentalstraße.

Mit vereinten Kräften gestalteten die Aktiven des Musikvereins Aachen-Hahn und ihre Mitstreiter der „Vereenigde Fanfare“ aus Neer und Buggenum bei Roermond diese rund zwiedreiviertelstündige Veranstaltung. Trotz aller Freundschaft waren die Auftritte der beiden Blasorchester streng getrennt.

Der Auftakt blieb so den Gästen aus den Niederlanden vorbehalten. Unter ihrem Dirigenten Ruud Geelen gestalteten sie einen ausgesprochen furiosen Auftakt, um gleich darauf mit der Musik zu dem Film „Braveheart“ nicht minder eindrucksvoll nachzulegen.

Vom Fanfare-Mitglied Gregor Timmermanns deutsch moderiert, konnten die Zuhörer auch das klassische „Concierto de Aranjuez“ in der Version aus dem Streifen „Brassed Off“ in allen seinen von Ruud Geelen und den Seinen glänzend wie das Blech der Instrumente herauspolierten Farben genießen; nicht minder außerdem die Ouvertüre zu der Rockoper „Tommy“ und das abschließende rhythmische Feuerwerk, mit das Orchester John Williams‘ „Star Wars“-Soundtrack gestalteten.

Eine Vertreterin der gastgebender Hahner neidlos dazu: „Es war ein tolles Erlebnis!“ Und schon aus diesem Grund kamen die Mittellimburger nicht um eine Zugabe herum.

Die ließen sich unter ihrem künstlerischen Leiter Jörg Carabin (übrigens ein Eigenwächs) nicht lange lumpen und legten mit „Fireworks“ und einer Filmmusik von Ennio Morricone die Messlatte gleich wieder mit ihrem geschmeidigen Zusammenspiel und ihrer ausgesprochen lebendigen Tongebung besonders hoch.

Mit Alfred Reeds „The Music Makers“, einer Originalkomposition für Sinfonische Blasorchester, entfachten die Deutschen ein musikalisches Feuer, aus dem bei John Barrys Soundtrack zu „Der mit dem Wolf tanzt“ auch dank Jörg Carabins suggestivem Dirigat noch die Funken stoben.

„Ich bin total fertig“, bekannte der nach dem nächsten Stück, der Gesangsnummer „Ich gehör‘ nur mir“ aus dem Musical „Sissi“ und vollzog den Kniefall vor der Solistin Imke Muitjens aus den eigenen Reihen.

Musizierfreude pur sprach auch aus dem ausgesprochen erfrischenden Zugriff auf den Titel „Groove Academy“, bevor der Leiter und seine Mitstreiter mit der Filmmusik aus „Star Tek“ ihrerseits einen ausgesprochen „spacigen“ Schlusspunkt setzten.

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