FDP lässt Peter Steffens scheitern und trägt Bert Kloubert mit

Von: -jül-
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Als sachkundiger Einwohner im Ausschuss: Bert Kloubert.

Stolberg. Zum Politikum wurde die Benennung der sachkundigen Einwohner für die Ausschüsse Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) sowie Soziales, Kultur und Sport (ASKS). Das Zünglein an der Waage zwischen unterschiedlichen Gewichtungen von zwei Personen war die FDP.

Die vier Liberalen stimmten im Rat gegen die Benennung ihres ehemaligen Parteifreundes Peter Steffens, der in der vergangenen Legislaturperiode von der FDP zur ABS-Fraktion gewechselt war, aber zugunsten des ehemaligen Koalitionsfreundes Bert Kloubert, der damalige Fraktionsvorsitzende der ABS. Dem bescheinigte FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Engelhardt „ja noch Sachkunde für Sport im Gegensatz zum Vorschlag für den ASVU”.

Auf Anfrage bestätigte dagegen Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt die Sachkunde von Steffens als Landschaftswart. Der erklärte ebenso wie Bert Kloubert gegenüber unserer Zeitung, dass ihr Interesse an einem Engagement als sachkundige Einwohner nicht aus einer Mitgliedschaft bei der ABS, „sondern auf unsere Erfahrungen als ehemalige Ratsmitglieder in den entsprechenden Ausschüssen” beruhe. Es gehe dabei für sie auch nicht um Sitzungsgelder, sondern lediglich um das Engagement in der Sache.

Deutlich mit ihrer ABS-Zeit verknüpfte dagegen die CDU-Fraktion die Ablehnung der beiden ehemaligen Ratsmitglieder. „Die Bürger haben die ABS eindeutig nicht in den Rat gewählt”, sagte Tim Grüttemeier, so dass seine Fraktion beide auch nicht über den Umweg des sachkundigen Einwohners wieder in Gremien des Rates entsenden wolle. Befürwortet wurde seitens der CDU, dass anstatt bislang zwei nun drei Sitze für sachkundige Einwohner für die von Verbänden vorgeschlagenen sachkundigen Einwohner im ASKS vorgesehen werden.

Wichtiger als die Benennung durch Verbände befand dagegen Dieter Wolf (SPD) die Bereitschaft der Bürger zur Mitarbeit, so dass allen nominierten Sitze in den Ausschüssen eingeräumt werden sollten. Kampfabstimmungen waren die Folge.

Als sachkundiger Einwohner für den Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt wurde wie in der vergangenen Legislaturperiode bei Enthaltung der Linken Josef Metzen gewählt. Bei seiner Vertretung trug nur eine Minderheit von SPD und Grünen Steffens mit; sie enthielten sich, als die Mehrheit Günter Flamm wählte.

Bei der Besetzung der sachkundigen Einwohner setzte sich die Koalition bei einer Enthaltung durch mit Bert Kloubert sowie vom Stadtsportverband Günther Severens (Vertreter Rüdiger Keulen), vom SkF Rosemarie Spix (Ursula Wirtz-Wirthmüller) und von der AWO Manfred Wüller (Hans-Josef Wellmann). Unstrittig waren die weiteren Besetzungen. Für den Schulausschuss folgte der Rat den Nominierungen der Kirche: Marlies Conen (Kath.) und Pfarrer Andreas Hinze (Antje Siebrecht/Evang.).

Dem Behindertenbeirat gehören an: für die SPD Hildegard Steg (Heinz Goebbels) und Rosita Przybylski (Rolf Engels), für die CDU Liesel Ganser (Andrea Ohlig) und Heinz Vroomen (Julian Wahlen), für die FDP Annemarie Schreiber, für die Grünen Käthe Krings, für die Linken Mathias Prußeit (Andrea Jilk) sowie für Blinden & Sehbehinderten-Verein Herbert Sorge (Vertreterin Antje Detmers), VdK: Heinz Göbbels, Gabriele Stephan (Axel Stockem), Hildegard Schürmann; DPWV: Manfred Schreiber (Gerda Renardy); AWO: Manfred Steffens (Hanni Nagel); BSK: Käthe Schüttig; Elternbeirat Caritas: Hubert Schüller; Frauenselbsthilfe nach Krebs: Gisela Fischer; Regenbogenschule: Gundula Brüggenwirth; Förderverein Regenbogenschule Jakob Kaussen (Elsbeth Delsemme); Behinderten Sportgemeinschaft Herbert Kurth; Vereinigung für Behindertensport Ferdi Walbeck; Rollstuhl-Basketball-Gruppe Paul Göbel.

In den Seniorenbeirat wurden entsandt für die SPD Manfred Wüller (Rolf Engels), für die CDU Agnes Meier (Hans Kloubert), für die FDP Hugo Ulrich, für die Grünen Anne Schwand-Hardt (Carsten Hecht), für die Linken Anita Jilk (Mathias Prußeit) sowie von den Verbänden AWO: Hans-Josef Wellmann (Willi Pütz); DPWV: Hans-Ludwig Reinartz; Diakonie: Irene Wartensleben; Seniorenbüro: Marianne Bransch (Heinz Göbbels); DRK Raimund Lesmeister (Kai Buley).
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