Stolberg-Münsterbusch - FC Stolberg: Gehlen macht Platz, Peters soll‘s richten

FC Stolberg: Gehlen macht Platz, Peters soll‘s richten

Von: Lukas Franzen
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Reichte „auf eigenen Wunsch“ seinen Rücktritt ein: Jürgen Gehlen, bisher Cheftrainer der 1. Mannschaft des FC Stolberg und auf dem Foto im Dress des Fusionspartners SC Münsterbusch. Foto: L. Franzen

Stolberg-Münsterbusch. Die Spieltage verstreichen, die Halbzeit der Hinrunde ist erreicht, doch die Niederlagenserie beider Teams reißt einfach nicht ab. Unverändert bleibt auch die Tatsache, dass sowohl die 1. als auch die 2. Mannschaft des FC Stolberg noch keinen Sieg in dieser Saison für sich verbuchen konnte und sich beide Teams des neu fusionierten Clubs am Tabellenende ihrer Spielklassen wiederfinden.

Nun gibt es eine weitere Parallele in dieser Saison: Nachdem Veysel Igneci vor wenigen Wochen „aus persönlichen Gründen“, so die Darstellung des Clubs, als Spielertrainer der FC-Reserve zurückgetreten ist, reichte jetzt auch Jürgen Gehlen, Cheftrainer der 1. Mannschaft, „auf eigenen Wunsch“ seinen Rücktritt ein.

„Wir bedauern diesen Schritt sehr, da Jürgen Gehlen fast drei Jahre Trainer des SC Münsterbusch und FC Stolberg gewesen ist und immer ein fairer und untadeliger Sportsmann war“, heißt es in einer kurzen schriftlichen Stellungnahme von Hans-Josef Siebertz, dem Vorsitzenden des FC Stolberg. „Wir danken Jürgen Gehlen für seinen Einsatz und sein Wirken als Trainer in unserem Verein.“

In der vergangenen Saison hatte Gehlen als Teamchef des Fusionspartners SC Münsterbusch nach einem ähnlichen Fehlstart eine furiose Aufholjagd mit seiner Mannschaft gestartet und das Team zunächst in die Relegation, dann zum Klassenerhalt in der Kreisliga B geführt.

Doch offenbar fehlte dem Coach, der in der Sommerpause die 1. Mannschaft in der Kreisliga A übernahm, am Ende der Glaube an eine Kehrtwende mit der seit acht Spielen punktlosen Elf.

„Wir haben viele Spiele unglücklich verloren“, äußerte sich der Ex-Coach am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung persönlich zu seinen Beweggründen. „Es geht nicht um meine Person, sondern um den Verein. In so einer Situation muss man Charakter zeigen und Platz für einen Neuen machen.“

Allerdings ist auch „der Neue“ beim FC Stolberg ein alter Bekannter. Denn Holger Peters, der in den nächsten Tagen offiziell als Trainer vorgestellt werden soll, ist Gehlens Nachfolger und Vorgänger zugleich.

Peters betreute die 1. Mannschaft bereits in der Vorsaison und formte aus einer bunt zusammengewürfelten Truppe letztlich ein Kollektiv, das am letzten Spieltag den Klassenerhalt feiern durfte.

Eine ähnliche Mammutaufgabe dürfte dem erfahrenen Trainer aus dem Fußballkreis Düren nun auch wieder bevorstehen.

„Wir sind froh, dass Holger Peters das Amt in dieser schwierigen Situation wieder übernimmt“, erhofft sich Rolf Dickler, Sportlicher Leiter des FC, durch dessen Verpflichtung neuen Schwung, ohne dabei die Akteure auf dem Platz aus der Pflicht zu nehmen: „Um den Klassenerhalt zu schaffen, müssen natürlich alle Beteiligten eine Schippe drauflegen.“

Und damit meint Dickler nicht nur die 1. Mannschaft. Denn auch die noch punktlose „Zweite“ braucht dringend ein Erfolgserlebnis in der Staffel B2, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren. Ein klassischer „Aufbaugegner“ kommt am Sonntag jedoch nicht an den Glashütter Weiher.

Mit der Zweitvertretung des SV Breinig hat die FC-Reserve, die nach dem Rücktritt Ignecis von Torwarttrainer Udo Hladyk übernommen wurde, erneut ein Spitzenteam aus dem oberen Tabellendrittel vor der Brust.

Mahnende Worte kommen vor dem Spiel jedoch ausgerechnet aus der Ecke des Favoriten: „Der FC wird natürlich alles tun, um am Sonntag die Punkte auf eigenem Platz zu behalten. Da muss man erst mal gewinnen“, warnt Breinigs Trainer Frank Küchen vor zu großen Euphorie.

Teams wie Freund oder Hörn habe sein Team nach einer Zwei-Tore-Führung durch eigene Nachlässigkeiten wieder ins Spiel gebracht und am Ende nur Unentschieden gespielt. „Da wäre mehr drin gewesen“, hadert Küchen, dessen Elf aktuell auf Rang 5 rangiert, mit vier verschenkten Punkten.

Ohnehin sei eine echte Standortbestimmung erst nach den schweren Spielen gegen die direkten Konkurrenten Raspo Brand (1.), VfL Vichttal II (4.) und VfL Aachen 05 (6.) in den nächsten Wochen möglich.

Ein Auswärtssieg gegen den kriselnden FC dürfte bei Frank Küchen vor diesem Hintergrund insgeheim wohl doch fest eingeplant sein.

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