FC Columbia Stolberg: Zeiten am Trockenen Weiher sind passé

Von: Toni Dörflinger
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In geselliger Runde ausgiebig gefeiert: Die Aktiven des bisherigen Vereins FC Columbia Stolberg auf ihrem Abschiedsfoto. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Der FC Columbia Stolberg hat sich von seiner alten Sportstätte am Trockenen Weiher verabschiedet. Nach dem Auflösungsbeschluss und der Fusion mit dem TSV Donnerberg trafen sich am Samstagabend rund 30 Aktiven zu einer kleinen Verabschiedungsparty im bisherigen Vereinsheim.

 Auch wenn die „Columbianer“ ihren Aschenplatz nun gegen einen schicken Kunstrasenplatz eintauschen, hatten einige der Aktiven doch Tränen in den Augen. „Schließlich hatten wir am Trockenen Weiher sehr viele Freiheiten.“

Ein landschaftlich toll gelegenes Gelände und ein schönes Vereinsheim, versicherte Bernd Pidancet, der zuletzt gemeinsam mit Franz-Josef Schlepütz den 1911 entstandenen Traditionsverein geleitetet hatte. „Aber die Zukunft gehört dem Kunstrasenplatz. Und den haben wir nun an der Birkengangstraße, wo der Fusionspartner, der bisherige TSV Donnerberg, zu Hause ist“, sagte Pidancet, dessen Kollegen die Vorzüge der besonders bei den Jugendlichen beliebten neuen Anlage anlässlich von Trainings- und Freundschaftsspielen bereits vielfach erleben konnten.

Natürlich spielte bei der Verabschiedungsfeier – der neue, etwa 240 Aktive umfassende Verein nennt ist FSV Columbia Donnerberg – auch die Vereinsgeschichte eine Rolle. Sie wurde noch einmal bei der Lektüre alter Chroniken und Festschriften lebendig. „Auf Krakau“ ist der bisherige FC Columbia seit 91 Jahren ansässig. Zuvor hatte man überwiegend den ehemaligen Sportplatz Hermannstraße für den Spielbetrieb genutzt. Die Sportanlage am Trockenen Weiher wurde 1925 gebaut. Drei Jahre später folgte mit dem Haus Trockener Weiher 54 das erste Vereinsheim, das 1989 um einen großzügigen Anbau erweitert wurde.

Der Start in den Vereinsfußball war in den Gründungsjahren recht bescheiden ausgefallen. So hatten die „Columbianer“ anfänglich einen aus Lumpen gefertigten Fußball für ihre Trainingseinheiten genutzt. Als Kluft trug man anfänglich eine weiße Hose und ein blaues Trikot, auf dem ein weißer Stern prangte – eine Ausstattung, die dem Vereinsnamen entsprechend an die US-amerikanische Flagge angelehnt war.

In den 1920er Jahren hatte man an Meisterschaftsspielen in der Kreisliga, die man damals Gauliga nannte, teilgenommen. Aber so richtig nach oben ging es erst rund 80 Jahre später: 2011 wurde die erste Mannschaft Meister in der Kreisliga B, und die Zweitvertretung sicherte sich den Titel in der Kreisliga C.

In die neue Vereinigung geht der bisherige FC Columbia mit einem starken Personal. Immerhin sind 60 Aktive in den FSV Columbia Donnerberg gewechselt: drei Jugend- und zwei Seniorenmannschaften. Das alte Vereinsschild mit der Aufschrift „FC Columbia“, das bisher die Zaunanlage zierte, hatte man bereits Mitte der Woche abgenommen. „Das Abschrauben hat schon ein wenig wehgetan“, berichtete Pidancet. Dem Vernehmen nach soll das Schild ebenso wie die Gedenktafel für die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Vereinsmitglieder im neuen Vereinsheim an der Birkengangstraße einen Ehrenplatz finden.

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