Stolberg-Gressenich - Fast 8000 Euro für den guten Zweck gesammelt

Fast 8000 Euro für den guten Zweck gesammelt

Von: Sonja Essers
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Glühweinfest in den eigenen vier Wänden: Mit einer zufälligen Idee fing alles an. 14 Mal kamen Dieter und Ingrid Albrecht und ihre Nachbarn zusammen und sammelten für einen guten Zweck. Foto: Sonja Essers
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Essen gibt es bei Familie Albrecht genug: Die Nachbarn sind fleißig und bringen zum Glühweinfest Leckereien mit. Foto: Robert Houben

Stolberg-Gressenich. Etliche Erinnerungen und fast 8000 Euro für den guten Zweck: Darauf können Ingrid und Dieter Albrecht aus Gressenich zurückblicken. 14 Mal veranstalteten sie in ihren eigenen vier Wänden ein Glühweinfest, das wohl in ganz Stolberg Seinesgleichen sucht. Bis zu 200 Gäste kamen Jahr für Jahr, brachten Essen mit und spendeten.

Entstanden ist die Idee eher zufällig. „Wir kamen von einem Fest von Bekannten und haben Glühwein mit nach Hause gebracht, der übrig war. Am Tag vor Heiligabend haben wir unsere Nachbarn gefragt, ob sie nicht zum Glühweintrinken rüberkommen“, erinnert sich Dieter Albrecht. Gesagt, getan: Aus dem Zufall wurde ein Jahr später eine geplante Veranstaltung. „Wir haben festgestellt, dass dieser Abend sehr nachbarschaftsfördernd ist. Dadurch sind wir alle viel enger zusammengerückt“, sagt Dieter Albrecht.

Doch nicht nur Ingrid und Dieter Albrecht, sondern auch ihre Nachbarn trugen fortan zum Gelingen der Veranstaltung bei. „In den ersten beiden Jahren bekamen wir eine Menge Blumen, Wein und Sekt. Das sollte aber nicht der Sinn sein. Also haben wir beschlossen, Geld zu sammeln und das dann zu spenden“, sagt Ingrid Albrecht.

In den ersten Jahren spendeten die Albrechts und ihre Besucher an die Stolberger Tafel. Seit dem Jahr 2010 geht das gesammelte Geld an die Band „Rasselbande“ der Caritas in Eschweiler, die das Glühweinfest seitdem auch musikalisch begleitet. In diesem Jahr sorgten nicht nur sie für ordentlich Stimmung bei den Gästen. Musik machte – ganz spontan – auch eine Formation aus den Niederlanden und die Gressenicher Blasmusikanten.

Obwohl die Albrechts Jahr für Jahr viel Zeit in die Vorbereitungen stecken, geben sie sich bescheiden. „Wir stellen nur Ort, Deko und Getränke zur Verfügung. Den Rest machen unsere Gäste“, sagt Dieter Albrecht. Heißt: Wer zu Besuch kommt, bringt Essen mit. Maronen, Frikadellen, Würstchen und Salat gibt es im Hause Albrecht zuhauf. „Unsere Gäste machen daraus sogar einen kleinen Wettbewerb. Jeder möchte etwas mitbringen, das es vorher noch nicht gab“, sagt Ingrid Albrecht und lacht. Hilfe gibt es auch beim Aufräumen. „Bis 12 Uhr ist am Heiligabend wieder alles so, wie es vorher war“, sagt Dieter Albrecht.

Einen Wehmutstropfen gibt es dann allerdings doch. In diesem Jahr richteten die Albrechts das Glühweinfest zum letzten Mal aus. 2018 sind sie über Weihnachten mit ihrer Familie unterwegs. „Ein bisschen traurig ist man da schon“, sagt Dieter Albrecht. Und auch die Nachbarn hätten beim letzten Fest ein Tränchen verdrücken müssen. „Aber vielleicht findet sich ja jemand anderes, der die Tradition aufrecht erhält. Es ist ja noch fast ein Jahr Zeit“, sagt Ingrid Albrecht. Ob sie im Jahr 2019 dann wieder zum Veranstalter werden? „Dazu gibt es von uns keinen Kommentar“, sagt Dieter Albrecht und lacht.

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