Farbenfroh ziehen die Jecken durch Münsterbusch

Von: Toni Dörflinger
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Ganz im Zeichen Europas waren Lehrer, Eltern und Kinder der Grundschule Prämienstraße gestern Nachmittag in den Straßen von Münsterbusch unterwegs. Foto: T. Dörflinger
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Auch er war mit dabei: Heinz Hartmann, Präsident der KG „Enne alleen van 2010 n.e.V“.

Stolberg-Münsterbusch. Klein, aber fein: Dieses Prädikat kann man dem Umzug geben, der sich am Samstag über die Münsterbuscher Straßen wälzte. Was die Länge nicht wettmachen konnte – mit 20 Zugnummern war der vom Karneval bestimmte Marsch durch den Ort nicht gerade rekordverdächtig – wurde aber durch die Farbenvielfalt der Kostüme und den Ideenreichtum der Zugteilnehmer wieder ausgeglichen.

Den Anfang hatte Heinz Hartmann gemacht, der diesmal nicht als Präsident der KG Erste Große auftrat, sondern in einem als Prinzenwagen umgebauten Gefährt seiner Nebenrolle als Präsident der KG „Enne alleen van 2010 n.e.V“ frönte. Den Vereinsfarben entsprechend hatten Hartmann und sein Gefolge sich mit blau-weißen Kostümen ausgestattet.

Gefolgt wurde die kleine Gruppe von rund 40 Kindern, Lehrern und Eltern der Grundschule Prämienstraße, die unter dem Motto „Wir sind Europa“ in blaue, mit goldenen Sternen beklebte Kunststoffsäcke geschlüpft waren. Unterstrichen wurde das farbenprächtige Bild dadurch, dass die Teilnehmer ihre Gesichter mit den Landesfarben der EU-Mitgliedsstaaten bemalt hatten.

Auch auf Prinzen musste man in Münsterbusch nicht verzichten. Denn die KG Büsbach hatte, hoch oben auf dem Wagen thronend, das Kinderprinzenpaar Justin I. und Monique I. (Schartmann) mitgebracht, das ohne Pause Bonbons und andere Süßigkeiten in die Menge schaufelte.

Schön war auch eine große Gruppe anzusehen, die im sprichwörtlichen Sinne mit Kind und Kegel unterwegs war. Die Teilnehmer hatten sich in Paradiesvögel und Raubkatzen verwandelt, die ihre Farbenpracht dadurch verstärkten, dass auch ihre Gesichter Motto entsprechend geschminkt waren. Astrid Lindgren lässt grüßen: Der schwedischen Kinderbuchautorin und ihrer Romanfigur Pippi Langstrumpf erwiesen die Pfadfinder die Ehre, die sich grün und orangenfarbene Strümpfe, gelbe T-Shirts und rote Perücken angezogen hatten.

Gleich sechs Gruppen hatte die gastgebende KG Mönsterböscher Jonge gestellt. Sie war mit ihren beiden Showtanzgruppen, der Jugend und den Elferrat unterwegs, der sich aber nicht zu Fuß, sondern im Wagen seinen Weg durch das Narrenvolk bahnte. Ideenreichtum bewiesen auch die Frauen der KG. Sie hatten sich als Harlekine verkleidet, die große, gelbe Halskrausen und mit kleinteiligem Dekor bedruckte Umhänge zur Schau trugen.

Die musikalische Gestaltung des närrischen Lindwurmes hatten der Spielmannszug Breinig, die Donnerberger Trompetenbläser und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr übernommen. Sie kümmerten sich darum, dass die in großer Zahl am Straßenrand stehenden Zuschauer, mit Songs zum Schunkeln versorgt wurden.

Nach dem Zug – er hatte seinen Weg über den Langen Hein, Foxius-, Prämien-, Tal- und Amalia-straße genommen – war aber noch lange nicht Schluss mit dem jecken Treiben. Denn im Jugendheim hatte man zur „After-Zoch-Party“ eingeladen, wo DJ Marius und die Eigengewächse der KG Mönsterböscher Jonge die Verantwortung für das Programm übernommen hatten. Wie schon in den Vorjahren platzte auch diesmal der große Saal angesichts der enormen Publikumsresonanz aus den sprichwörtlichen Nähten.

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