Farbe und mehr Licht für den Mühlener Bahnhof

Von: -jül-
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Von unten angestrahlte Platanen sollen dem funktionalen Gelände zu den Parkplätzen hin eine klare Kante verleihen. Von Grün nach Blau wechselnde Farbmarkierungen sollen den Platz gliedern und den Weg vom Wald am Gleis in Richtung Weiher und Bach weisen. Skizze: dtp
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Auf der Skizze ist erkennbar, wie der Mühlener Bahnhof nach seiner Neugestaltung aussehen könnte. Skizze: dtp
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Für eine besondere Atmosphäre sollen die Scheinwerfer sorgen, die die Bäume anstrahlen werden. Skizze: dtp

Aachen/Stolberg. „Die Idee mit der Beleuchtung ist gut“, sagt ein Anwohner aus dem Umfeld des Mühlener Bahnhofs am Ende der Bürgerbeteiligung zu der geplanten Aufwertung des Rendezvousplatzes von Bus und Bahn an Frankental.

Knapp zehn Anlieger nutzen die Gelegenheit, ihre Anregungen in die Planung einzubringen. Durchaus positiv ist ihr Eindruck, einige Anregungen gibt‘s dennoch. Die drehen sich vor allem um das Sicherheitsgefühl.

Ein gut frequentiertes Gasthaus wünscht sich ein Anwohner der Talbahnstraße, damit auch abends Menschen den Mühlener Bahnhof beleben und man sich so sicherer fühlen könne. Zudem solle die Stadt über eine Videoüberwachung nachdenken.

Mehr Licht wünschen sich Anlieger der Blaustraße vor allem für seitlicher Bereiche: Die Gasse zwischen Blaustraße und P+R-Anlage ist unbeleuchtet, und seit der Installation der neuen LED-Leuchten falle kaum noch Licht auf den Fußweg entlang der Euregiobahnlinie.

Mehr Sicherheit bieten

Zudem wünschten sich Besucher mehr Platz auf dem Bahnsteig. Durch die montierten Windfänge komme es beim Ein- und Aussteigen schnell zu einem Gedränge.

Zu mehr Leben auf dem Mühlener Bahnhof beitragen könnte die beabsichtigte Umgestaltung des früheren Supermarktes in ein Studentenwohnheim, informierte Anthony Reiss von der Vereinigung Mühlener Geschäftsleute und Bürger. Vorgesehen sei bei dem Umbau auch ein Café, das möglicherweise auch abends öffnen könne.

Und mehr Licht für den Mühlener Bahnhof ist absehbar. Politik und Verwaltung ließen durchblicken, dass sie zumindest die Planung für beide Ausbaustufen der Umgestaltung beauftragen wollen. Während das Budget für die vom Land geförderte erste Ausbaustufe auf 65.000 Euro festgesetzt ist, könnte das Gesamtkonzept für rund 85.000 Euro umgesetzt werden. Im Rahmen der Haushaltsberatungen wollen die Fraktionen überlegen, zumindest möglichst schnell die fehlenden 20.000 Euro aus städtischen Mitteln beizusteuern.

Verzicht auf zusätzliche Bänke

Damit könnten dann das angeregte Blütenband unter den neuen Baumreihen, deren Unterbeleuchtung sowie eine Lichtinszenierung der grünen Kulisse hinter dem Bahngleis bezahlt werden. Diese Ausleuchtung des Waldbestandes und der neuen Baumreihen aus breitkronigen Platanen (vorhandene Bäume sollen umgepflanzt werden), die dem funktionalen Bahnhofsbereich eine klare Kante zu den beiden seitlichen Parkplätzen geben sollen, gelten nicht nur als besonders reizvoller Teil des Konzeptes des Planungsbüros dtp, sondern dienen auch als Sicherheitsaspekt für die Abendstunden.

Die in das vorgegebene Budget passenden Ideen der Planer aus Essen folgen einem klaren Farbschema, das aus der Umgebung auf den Platz und sein Umfeld übertragen werden soll: vom Grün des Waldes entlang der Bahn, das auch an die Patina des Kupfers erinnert, zum Blau der Vicht, was auch als Sinnbild der früheren Färberei gilt.

Entsprechend vom Grün ins Blau wechselnd sollen Zebrastreifen vom Bahnsteig zur nördlichen Talbahnstraße markiert werden, wo zudem der Bürgersteig verbreitert werden soll. In gleicher farbiger Abstufung sollen die Bahn- und Bushaltestellen codiert werden. Und gleiches gilt für die neuen nadelförmigen Leuchtmasten, die den Weg entlang zur Rathausstraße gesetzt werden sollen. Farblich markiert werden sollen auch die Überwege in Richtung Samaritanerstraße sowie auf der nördlichen Achse zum Steg über den Bastinsweiher.

Bewusst verzichtet werden soll auf Anraten des Planers auf zusätzliche Sitzbänke im Bereich des funktionalen Busbahnhofs. Sie würden eher unerwünschte Besucher anlocken, die sich negativ auf ein verbessertes Sicherheitsgefühl auswirken würden. Zudem werde ja bereits im Umfeld des Bastinsweihers die Funktion gehobener Aufenthaltsqualität geboten.

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