Familienpaten dringend gesucht

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Für das Familienpatenprojekt des Stolberger Krankenhauses und von SKM werden dringend weitere Ehrenamtler gesucht. Foto: Bethlehem Gesundheitszentrum

Stolberg. Für das Familienpatenprojekt von Bethlehem-Gesundheitszentrum und Sozialdienst katholischer Männer (SKM) werden dringend Paten gesucht. Sie leisten wertvolle Arbeit in der Gesellschaft, aber auch die Ehrenamtler selbst erhalten viel zurück.

Martina Küpper vom Sozialdienst des Bethlehem Gesundheitszentrums und Sabine Beckers vom Sozialdienst katholischer Männer (SKM) wissen das nur zu gut. Beispiele dafür kennen die beiden Projektkoordinatorinnen viele.

„Oma“ bald gefunden

Die Geschichte der fünf Jahre alten Mia ist ein wunderbares Beispiel für eine Familienpatenschaft, von der alle Beteiligten profitieren. „Mias Großeltern leben nicht mehr, und die Kleine vermisste es sehr, all die Dinge zu tun, für die Omas und Opas prädestiniert sind.

Es sind vor allem die kleinen Dinge wie mit der Oma einen Kuchen zu backen oder vom Kindergarten abgeholt zu werden“, erzählt Küpper vom Stolberger Krankenhaus. Mia hatte Glück. Ihre Paten-Oma war schon bald gefunden. Seither sehen sich beide einmal in der Woche und genießen die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. „Da haben sich Zwei gesucht und gefunden“, bringt es Beckers vom SKM auf den Punkt.

Familie aus Namibia

Ein weiteres Beispiel ist eine Familie, die aus Namibia stammt. „Die junge Mutter kam mit ihren beiden Kinder allein nach Stolberg. Der Ehemann sucht dringend eine neue Arbeit in Deutschland, aber solange er noch nichts gefunden hat, muss er weiterhin in Namibia bleiben, um dort Geld zu verdienen“, schildert Beckers die Situation.

Die junge Frau studiert in Aachen, der kleine Sohn und die kleine Tochter besuchen den Kindergarten in Stolberg. „Die junge Frau hat zwar Kontakte zu anderen, aber sie hat niemanden, der sie gelegentlich bei der Kinderbetreuung unterstützen könnte.“ Zwei Beispiele, zwei Geschichten, die von Menschen erzählen, die sehr froh über etwas Unterstützung wären.

Doch es gibt mehr Anfragen als Ehrenamtler. Die Warteliste des Stolberger Familienpatenschaftsprojektes ist sichtbares Zeichen dafür, dass dringend Ehrenamtler gesucht werden. Aktuell sind es zehn Familien in Stolberg, die jemanden suchen, der mit ihnen ein Stück Alltag teilt, der gerne mit Kindern zusammen ist und den Eltern so hin und wieder eine kleine Auszeit ermöglicht.

Das Projekt gibt es seit 2009. Die Paten werden von den beiden Koordinatorinnen geschult und begleitet. Zudem können die Ehrenamtler an Fortbildungen teilnehmen. Angeboten wird auch regelmäßige Treffen, damit sich die Paten auch untereinander austauschen können.

Wer sich ehrenamtlich als Familienpate oder Familienpatin engagieren will, muss nicht pädagogisch geschult sein. Wichtig ist Lebenserfahrung, die Liebe zu Menschen und vor allem zu Kindern. Wer bereit ist, jede Woche einige Stunden seiner Freizeit in den Dienst der guten Sache zu stellen, soll sich bei Martina Küpper, Telefon 1074595 oder martina.kuepper@bethlehem.de oder auch bei Sabine Beckers, Telefon 124410 oder im Netz unter beckers@skm-stolberg.de melden.

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