Stolberg - Familienbüro: Anlaufstelle mit noch mehr Leben füllen

Familienbüro: Anlaufstelle mit noch mehr Leben füllen

Von: Sonja Essers
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100 Tage Familienbüro in Stolberg: Willi Seyffarth, Isabell Klein, Dorothea Voigtsberger, Ulrike Bergmann und Josef Offergeld ziehen Bilanz. Für das kommende Jahr stehen schon einige Projekte in den Startlöchern. Foto: Sonja Essers

Stolberg. Es ist ein Pilotprojekt, das in der gesamten Städteregion einmalig ist: das Familienbüro in Stolberg. Mitten in der Stadt ist die Anlaufstelle angesiedelt und wurde vor rund 100 Tage eröffnet. Ein Grund, um einmal nachzufragen, wie das Angebot von den Stolbergern angenommen wird und was für die kommenden Monate noch so alles geplant ist.

Fest steht bereits, dass auf die Mitarbeiter und das Jugendamt der Stadt Stolberg noch eine Menge Arbeit zukommen wird.

Die Idee: Das vergangene Jahr stand in Stolberg unter dem Motto Familienfreundlichkeit. In diesem Rahmen ist auch die Idee zu einem Familienbüro entstanden. Auf 300 Quadratmetern entstand mit bunten Farben, großen Fenstern, einem barrierefreien Zugang und einer Menge Spielzeug eine zentrale Anlaufstelle mit Wohlfühlatmosphäre. Diese kommt bei den Besuchern gut an, wissen die Mitarbeiterinnen Ulrike Bergmann, Isabell Klein und Dorothea Voigtsberger zu berichten. Nicht selten schauen sich interessierte Bürger in den Räumen in der Rathausstraße um oder Mütter nutzen den Wickelraum, um schnell ihren Nachwuchs zu versorgen.

Niedrigschwelliges Angebot

Das Konzept: Angedacht war mit dem Familienbüro ein niedrigschwelliges Angebot für die Stolberger zu schaffen. Ist das gelungen? „Ja“, sind sich die Mitarbeiter, Jugendamtsleiter Willi Seyffarth und sein Stellvertreter Josef Offergeld sicher. „Das Wort Jugendamt ist bei vielen Menschen mit negativen Assoziationen verbunden. Das Wort Familienbüro ist viel positiver besetzt“, sagt Offergeld. Diese Erfahrung haben auch Bergmann, Klein und Voigtsberger gemacht. Nicht selten werden sie von Familien aufgesucht, die sich eigentlich ans Jugendamt wenden müssen. „Oft ist der persönliche Kontakt zu uns schon da. Dann helfen wir natürlich gerne weiter und begleiten die Familien manchmal auch ins Rathaus“, sagt Ulrike Bergmann.

Das Angebot: Auch dieses weitet sich immer mehr aus. Schließlich soll das Familienbüro nicht nur eine zentrale Anlaufstelle sein. Sprechstunden, Beratungen, Vorträge und ein Kreativcafé finden dort bereits regelmäßig statt. Die Angebote richten sich nach den Wünschen der Eltern. Ein besonderes Angebot haben sich die Mitarbeiter für die Vorweihnachtszeit ausgedacht. Unter dem Motto „Happy Advent“ steht die Aktion, die am Samstag, 16. Dezember, stattfindet. Zwischen 10 und 13 Uhr haben Eltern an diesem Tag die Möglichkeit, ihre Kinder kostenlos im Familienbüro betreuen zu lassen. Das Angebot richtet sich an Kinder ab drei Jahren. So will man den Eltern einen stressfreien Weihnachtseinkauf ermöglichen. Wer interessiert ist, muss sich allerdings anmelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Die Zukunft: Für das kommende Jahr stehen bereits einige Projekte in den Startlöchern. Darunter beispielsweise das Thema Randzeitenbetreuung in den Kindertageseinrichtungen. Im Frühjahr des kommenden Jahres wird der Bedarf abgefragt. Auch eine Wanderausstellung zu diesem Thema soll im ersten Quartal 2018 im Familienbüro Halt machen. Und auch das neue Onlineportal für die Anmeldungen in den Kindertageseinrichtungen soll 2018 an den Start gehen. Das Ziel: Nicht nur von zu Hause aus sollen Eltern ihre Wunsch-Kitas auswählen können. Im Familienbüro soll neben der Beratung ebenfalls die Anmeldung an einem Terminal möglich sein.

Auch wenn man bereits einige Ziele umsetzen konnte, so soll sich das Familienbüro noch weiter entwickeln. „Das Haus soll sich mit Leben füllen. Je größer die Vielzahl der Angebote ist, umso besser ist das“, meint Seyffarth. Der erste Schritt in diese Richtung ist bereits geschafft.

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