Stolberg - Fahnenträger-Appell: Wo Verfehlungen mit Kniebeugen bestraft werden

Fahnenträger-Appell: Wo Verfehlungen mit Kniebeugen bestraft werden

Von: dö
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Einem närrischen Appell mussten sich jetzt im Rittersaal der Burg die Fahnenträger der Komiteegesellschaften stellen. Nicht immer ging es ohne „Strafen“ ab. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Der Einstieg in den Straßenkarneval ist für die Fahnenträger der Komiteegesellschaften seit Mitte der 1990er Jahre Anlass für eine humorvolle und spaßige Veranstaltung. Schließlich treffen sich am Vorabend des Straßenkarnevals die Fahnenträger, Ort war wiederum der Rittersaal der Burg, um im Rahmen eines Appells ihre sportlichen Fähigkeiten und ihre Gesangskunst unter Beweis zu stellen.

Gast war diesmal neben neun örtlichen Komiteegesellschaften auch die in Breinig beheimatete KG Sündenböcke. Sie wurde ebenso wie ihre Kollegen aus der Innenstadt in den vergnüglichen Wettstreit einbezogen, der aus einem Fahnenträger-Appell auf der Bühne bestand. Durchgeführt wurde der spaßig gemeinte Appell - Uniform und Fahne wurden kritisch gemustert - von den Komiteepräsidenten Josef Behlau und Michael Bartz sowie dem Präsidenten der KG Mönsterböscher Jonge, Sven Riehn.

Widerworte gewagt

Den Anfang machte der Fahnenträger Fabian Coßmann der KG Erste Stolberger Bürgerwehr. Da der 16-Jähre die Kommentare des Schiedsrichter-Trios „respektlos“ mit Widerworten beantwortete, wurde er zu zehn Kniebeugen mit Fahne verurteilt. Zehn Kniebeugen, die allerdings in weitaus größerer Zahl ausfielen, da die Schiedsrichter sich absichtlich immer wieder verzählten.

Danach war der Fahnenträger der KG De Wenkbülle, Klaus-Peter Bohlius, an der Reihe, dessen Fahnenzustand nicht den Ansprüchen des Trios genügte. Er wurde mit dem Singen eines Karnevalsliedes bestraft. Bohlius gewitzt, holte sich dabei Unterstützung durch seinen Vereinskollegen Günter Nießen. Und dieser wartete zur Freude der rund 50 Besucher mit einer Überraschung auf. Denn Nießen entpuppte sich als talentierter Stimmungssänger.

Tolle Stimme

Ausgestattet mit einer großartigen Bassstimme intonierte er die „Nationalhymne“ der Stolberger, das Vogelsängerlied. Seine Aufführung wurde mit lang anhaltendem Beifall belohnt wobei sich die Besucher von den Plätzen erhoben.

Sozusagen allein auf weiter Flur war der Fahnenträger der KG Löstige Atschinesen, Jeremy Busch. Denn der 20-Jährige wurde nicht wie bei den anderen Anwesenden von einer kleinen, vereinseigenen Delegation begleitet. Sein Einsatz und sein Mut, er musste sich Kniebeugen stellen, wurde von Axel I. (Wirthmüller), der ebenfalls zu den Gästen gehörte, mit einem Prinzenorden belohnt.

Entschuldigung geschickt

Den Abschluss des Fahnenträger-Appells, zuvor waren alle neun Komiteegesellschaften an die Reihe gekommen, machte Jonas Strang von der KG Sündenböcke. Nicht anwesend war der als Gast geladene Bürgermeister Tim Grüttemeier. Er hatte dem Komitee als Entschuldigung einen humorvollen Text gesandt, indem er seine Abwesenheit damit begründete, dass er sich als Oberhaupt des närrischen „Rathaus-Trivoliums“ derzeit noch im Trainingslager befinde, um sich auf den Rathaussturm und die damit verbundene Schlüsselübergabe an die Narren, vorzubereiten.

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