Fachvorträge: Tipps zum Sparen von Energie

Von: Christoph Hahn
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Konzentrierte Zuhörer nicht zu knapp – die gab es beim Netzwerktreffen Stolberger Unternehmer im Foyer des EWV-Gebäudes am Willy-Brandt-Platz. Foto: C. Hahn
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„Zwei Prozent gehen schon“: Isabell Kuperjans, Professorin an der Fachhochschule Aachen. Foto: C. Hahn

Stolberg. Das Thema ist eines der großen Themen dieser Zeit: Energieeffizienz stand im Mittelpunkt des jüngsten Treffens, zu dem das „Netzwerk Stolberger Unternehmer“ ins Foyer des Energie- und Wasserversorgers EWV am Willy-Brandt-Platz eingeladen hatte.

Referentin der Zusammenkunft, die vom Redakteur dieser Zeitung, Patrick Nowicki (Eschweiler), moderiert wurde, war Isabell Kuperjans, Professorin an der Fachhochschule (FH) Aachen und dort Leiterin des Instituts „Nowum Energy“ am FH-Standort Jülich.

Dem Journalisten und Kenner der energiepolitischen Szene blieb es vorbehalten, den Rahmen von Vortrag und anschließender Diskussion allgemein abzustecken: „Nichts ist so stetig wie der Wandel“, erklärte Nowicki und schlug die Brücke zur politischen Debatte: „Die Energiewende ist allgegenwärtig.“

Nach Begrüßungsreden von Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, EWV-Chef Manfred Schröder und Vertriebsleiter Jürgen Kahl eröffnete Professor Kuperjans dann den Vortrag mit der Kernfrage „Warum Energieeffizienz?“, die sie mit Blick auf die Statistiken beantwortete: „Die Preise werden weiter steigen, die Weltbevölkerung nimmt zu und der Lebensstandard steigt.“ Schon aus diesen Gründen sei Energieeffizienz „ein Thema für ganz viele Bereiche“, das sich nicht zuletzt im Bereich der Mobilität wiederfinde, bei Elektroautos ebenso wie in neuen Nahverkehrskonzepten.

Stromsparen behalte seine Bedeutung, wobei eines gelte: „Mitarbeiter sind wichtig – das sind die, die die Fenster zumachen, wenn sie die Klimaanlage einschalten.“ Weitere Schritte zu einem reduzierten Einsatz von Energie, den die Expertin empfahl: Nach Möglichkeit soll Kunstlicht durch Tageslicht ersetzt werden, Kraft-Wärme-Kopplung und Blockheizkraftwerke nutzen, schließlich dann den „minimierten Energiebedarf durch erneuerbare Energien sicherstellen“.

Doch Kuperjans, von Hause aus Maschinenbau-Ingenieurin, ging es nicht nur darum, Handlungskonzepte von der technischen Seite her zu entwickeln. Mindestens ebenso zeigte die Fachfrau die kommunikativen Abläufe auf, nicht zuletzt in Netzwerken wie dem der Stolberger.

Dass Konzepte zum sorgsamen Umgang mit Energie am besten – mit oder ohne einen Moderator von draußen – über die Grenzen von Sparten hinweg („Sprechen Sie mit dem Nachbarn, und das branchenübergreifend“) auf die Schiene gesetzt werden, wie das Programm für die Treffen der Netzwerker aussehen soll: Das alles und noch mehr erfuhren die Zuhörer aus berufenem Mund.

Abgerundet wurde das Netzwerker-Treffen im EWV-Foyer von einem Vortrag von Dieter Dembski (Industrie- und Handelskammer Aachen), der den Unternehmern ausgewählte Fördermittel zur energieeffizienten Betriebsführung vorstellte, und einer durch Patrick Nowicki gut informiert moderierten Gesprächsrunde.

Zusammen mit den Referenten stellten sich die EWV-Vertreter und der Bürgermeister den Fragen ihres Publikums und präzisierten auf die Fragen des Moderators hin ihre Ausführungen. „Wie viel kann man denn als Unternehmer direkt sparen?“, wollte Patrick Nowicki zum Beispiel wissen. Isabell Kuperjans war um eine pointierte Antwort nicht verlegen: „Zwei Prozent gehen schon.“

Und weiter: „Das Ziel ist eher: In welchem Bereich geht wie viel.“ Einen Seitenhieb auf die aktuelle Politik fehlte auch nicht: „Wenn wir ein Tempolimit hätten, hätten wir schon mal mehr Energieeffizienz.“

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