Facettenreiche Kunst in idyllischem Ambiente

Von: dim
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Birgit Engelen, Käthe Loup und Christel Wermuth (v. r.) sowie Mark Prouse, Angela Mainz und Irmelis Hochstetter zeigen ihre Kunstwerke an zwei Wochenenden am Hammerberg. Foto: D. Müller

Stolberg. Pünktlich zur achten Auflage der „Art Tour de Stolberg“ am 6. und 7. Mai beginnt in Birgit Engelens Skulpturengarten und Atelierhaus die Kunstsaison, wobei die große Gemeinschaftsausstellung mit Werken von sechs Künstlern auch an dem darauf folgenden Wochenende zu sehen ist.

Und der Besuch der Kunstoase am Hammerberg ist nicht nur wegen des idyllischen Ambientes lohnenswert, denn die sehenswerte Ausstellung besticht mit enormem Facettenreichtum der zwei- und dreidimensionalen Exponate unterschiedlicher Stilrichtungen.

Gastgeberin Birgit Engelen aus dem Organisationsteam der „Art Tour de Stolberg“ gewährt an beiden Wochenenden viele Einblicke in ihr Schaffen, aus dem sie einen repräsentativen Querschnitt zeigt. Installationen, Malerei und Skulpturen der Kupferstädter Künstlerin werden zu sehen sein. Käthe Loup zeigt ihre informelle Malerei. Ihre großformatigen Werke leben von der malerisch-zeichnerischen Geste. Fragmentarisches, vage Andeutungen von Figurativem oder von Schrift sind wiederkehrende Elemente in Loups Bildern, das Hauptthema aber bleibt das Prozesshafte ihrer Arbeiten, deren kunstvolles Spiel mit Formen, Farben, Flächen und Linien hohe Strahlkraft aufweisen.

Irmelis Hochstetter baut ihre Skulpturen im großzügigen Außenbereich am Hammerberg auf. Sie verarbeitet Fundstücke vom Schrottplatz und haucht dem Altmetall neues Leben ein. Dabei lässt Hochstetter sich von dem Charakter der Fundstücke leiten, so dass sowohl klare geometrische Formen entstehen können, als auch verspielte organisch anmutende Plastiken.

Schon das Ausgangsmaterial der von Angela Mainz geschaffenen Werke ist faszinierend: Sie arbeitet mit finnischem Papiergarn – ein „Grenzgänger“, das das Papier sich wie ein textiles Material verarbeiten lässt. Mainz zeigt filigrane und transparente Objekte, präsentiert am Hammerberg Rauminstallationen und Lichtobjekte.

Christel Wermuth hat sich der freien und experimentellen Malerei verschrieben und steuert Großformate mit abwechslungsreicher Farbgebung zu der Gemeinschaftsausstellung bei. Der Betrachter mag in ihren ausdrucksstarken Werken bekannte Elemente und Formen entdecken, was allerdings nicht beabsichtigt ist, denn die hervorgerufenen Assoziationen sind ebenso frei wie Wermuths Malerei.

Ein gern gesehener Gast in Stolberg ist der britische Kunstschmied Mark Prouse, der schon unter anderem in Australien, Neuseeland, Frankreich und Schweiz gearbeitet hat. Die Kupferstädter Kunstfreunde begeisterte Prouse bereits mit filigran geschmiedeten Blumen und Tieren, diesmal zeigt er aber auch abstrakte Skulpturen mit organischer Formsprache am Hammerberg.

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