Experiment des „Eliade Trios“ gelingt

Von: Marie-Luise Otten
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Gebannte Blicke Richtung Bühne: Schüler aus Stolberg begegneten im Museum Zinkhütter Hof jetzt den Ausnahmemusikern des Eliade Trios. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Als gelungen kann das Experiment bezeichnet werden, das sich Anthony Reiss und das „Eliade Trio“ vorgenommen haben. Kultur auf höchstem Niveau nach Stolberg zu bringen und dabei Schulkinder vor Ort zu treffen, so dass diese bereits bei der ersten Begegnung begeistert sind, lautete der Anspruch, dem die Veranstaltung uneingeschränkt gerecht wurde.

Viele Schülerinnen und Schüler waren ins Industriemuseum Zinkhütter Hof gekommen – alleine 80 Vertreter des Goethe-Gymnasiums – und begrüßten mit tosendem Applaus die Weltklasse-Musiker aus Rumänien und Peru. Dann wurde es ruhig im Konzertsaal, und alle lauschten gespannt den klassischen Tönen von Mendelssohn-Bartholdy und Astor Piazolla, die das Trio liebevoll spielte.

Die Kinder und Jugendlichen waren sehr aufmerksam und öffneten sich für eine Musik, die ihnen bisher in den meisten Fällen fremd war. „Große Künstler wie zum Beispiel Ludwig van Beethoven haben auch einmal klein angefangen“, erklärte Anthony Reiss. Ihre ersten Stücke haben sie für Freunde komponiert und in der guten Wohnstube, der sogenannten „Kammer“, aufgeführt – daher der Name Kammerkonzert.

Dass der 26-jährige Geiger George Tudorache auf einer Stradivarius Violine von 1709 spielte, war schon etwas Besonderes. Nur herausragende Spieler werden ausgesucht und dürfen auf solch einem Instrument musizieren, erklärte der ehemalige Dekan der Musikhochschule Köln. Der junge Rumäne wurde bereits zwei Jahre nach seinem Studium Konzertmeister des weltberühmten London Philharmonic Orchestra.

Seine Landsmännin Claudia Bara begann im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen und erhielt in den folgenden Jahren zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben.

Johann Bohorquez spielte im Alter von elf Jahren zum ersten Mal als Solist mit dem Lima Philharmonic Orchestra, nachdem er den Bela-Bartok-Wettbewerb gewonnen hatte. Nach seinem Studium war er drei Jahre Solocellist bei der Staatskapelle Weimar und wechselte 2013 an das Theater Heidelberg. Zudem ist er Solocellist der Europa Philharmonie.

Die gemeinsame Musikstunde mit den namhaften Musikern kam bei den Schülern offensichtlich hervorragend an und lässt auf eine Fortführung dieser Veranstaltung hoffen.

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