EWV will doppelt einsteigen in den Windpark Eschweiler

Von: Jürgen Lange
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Die Bundesnetzagentur hat eine Kapazität von 1000 Megawatt ausgeschrieben. Symbolfoto: Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Stolberg. In den nächsten Windpark einkaufen möchte sich die Kupferstadt über ihren 14,26-prozentigen Anteil am Stolberger Energieversorger EWV. Nachdem der Stadtrat zuletzt im August einstimmig einer mittelbaren Beteiligung der EWV über ihren fünf-prozentigen Anteil an der Rurenergie GmbH am avisierten Windpark Körrenzig mit vier projektierten Windenergieanlagen zugestimmt hat, geht‘s nunmehr um 13 im Norden und bei Fronhoven geplante Anlagen.

Diese sollen Ende 2016 in der Indestadt in Betrieb gehen. Liegt das Invest der Rurenergie an der Projektgesellschaft in Körrenzig mit 1,2 Millionen Euro bei 60 Prozent, so liegen in Eschweiler die Investitionskosten bei rund 64 Millionen Euro, deren anteilige Finanzierung EWV und Rurenergie nicht alleine durch Eigenkapital bedienen wollen.

Bei einer Eigenkapitalquote von üblichen 20 Prozent soll die weitere Liquidität über den Kreditmarkt gedeckt werden. Die geplante gesellschaftsrechtliche Kon­struktion ist zwar durchaus üblich, erfordert für den Stadtrat am Dienstag aber eine Reihe von Beschlüssen, weil die EWV sich einerseits direkt beteiligen möchte an der von RWE Innogy und RWE Power bereits gegründeten „RWE Innogy Windpark Eschweiler GmbH & Co. KG“, andererseits mittelbar beteiligt ist am Engagement der Rurenergie als deren Mit-Gesellschafterin.

Neben der eigentlichen Projektgesellschaft hat die RWE zur Begrenzung der Haftung auf die Einlage der Gesellschafter bereits als Komplementärin als 100-prozentige Tochter eine Verwaltungs-GmbH gegründet.

Damit aber die Windpark Eschweiler als Projektgesellschaft freigestellt ist von jeglichem Fremdkapital wollen EWV und Rurenergie die Kreditaufnahme zur Deckung der Investitionskosten in Form einer Zwischengesellschaft bündeln; an dieser soll sich die EWV mit 59,2 und die Rurenergie mit 40,8 Prozent der Anteile beteiligen.

Diese „Windpark Eschweiler Beteiligungs GmbH“ wiederum soll letztlich einen Anteil von 49 Prozent an der „RWE Innogy Windpark Eschweiler GmbH & Co. KG“ halten, wobei 29 Prozent auf die EWV und 20 Prozent auf die Rurenergie entfallen würden, während die „RWE Innogy Windpark Eschweiler Verwaltungs GmbH“ die verbleibenden 51 Prozent trägt.

Entsprechend der Gemeindeordnung müssen vor solchen Beteiligungen die kommunalen Gesellschafter zustimmen.

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