EWV gründet eine neue Genossenschaft

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EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder, Sven Rehfisch von der VR-Bank Eschweiler und der Aufsichtsratsvorsitzende Rudi Bertram (vorne, v.l.) freuten sich mit den frisch gewählten Vorständen Franz-Josef Türck-Hövener und Andre Kötting von der EWV, sowie dem begleitenden Rechtsanwalt Christoph Gottwald (hinten, v.l.) über die gelungene Gründungsversammlung der EWV-Bürgerenergie. Foto: EWV

Stolberg. Einige Haushalte haben schon eigene Solaranlagen auf dem Dach und produzieren umweltfreundlichen Strom. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung wächst von Jahr zu Jahr. Das belegen auch Zahlen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Demnach seien im vergangenen Jahr 20 Prozent des Bruttostroms von Erneuerbaren Energien bundesweit erzeugt worden. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 waren es noch etwa 26 Prozent.

Damit auch die Menschen in Stolberg beim Thema Wind- und Solarenergie künftig mitreden können, hat die Energie- und Wasser-Versorgung GmbH (EWV) kürzlich eine Genossenschaft unter dem Titel EWV-Bürgerenergie eG gegründet.

Von Rendite profitieren

Das Ziel: Die eingetragene Genossenschaft soll künftig Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien umsetzen. „Dabei handelt es sich vor allem um regionale Wind- und Solar-Projekte. An denen können sich die Menschen in unserer Region beteiligen und sowohl etwas für unsere Umwelt tun, als auch von der Rendite der Projekte profitieren“, erklärt EWV-Ingenieur Franz-Josef Türck, der die Genossenschaft ins Leben gerufen hat.

Ab Mitte des Jahres können Bürger Mitglied der Genossenschaft werden. Ein Genossenschaftsanteil beträgt 50 Euro. Mit maximal 500 Euro ist eine Beteiligung möglich.

Die Gründungsversammlung dauerte 14 Minuten. Das dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, wie viel Arbeit von allen Beteiligten in das Projekt investiert worden sei, heißt es von der EWV. „Wir arbeiten seit drei Jahren daran“, so Franz-Josef Türck, der gemeinsam mit seinem Kollegen Andre Kötting zum Vorstand gewählt wurde.

Treibende Kraft

Grundsätzlich ist die EWV als treibende Kraft mit im Boot, „da sich gezeigt hat, dass einige Projekte mit Beteiligung der Bürger besser funktionieren können und die Akzeptanz für zum Beispiel damit verbundene Baumaßnahmen steigern“, sagt Türck. „Die Beteiligung der Menschen in unserer Region wird für noch mehr Bürgernähe sorgen.“

Das freute natürlich auch den frisch gewählten Aufsichtsrat der Genossenschaft mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram, seinem Stellvertreter im Aufsichtsrat und EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder sowie Sven Rehfisch von der VR-Bank Eschweiler. Die Genossenschaft wurde mit Hilfe des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) auf den Weg gebracht und von deren Berater, Rechtsanwalt Christoph Gottwald, begleitet.

Nicht nur die hervorragende Vorbereitung ließ EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder am Ende richtig strahlen. „Für mich war es eine Premiere: seine erste Genossenschaftsgründung erlebt man nicht alle Tage“, sagte er.

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