Evangelische Kirche kann Trägeranteil nicht mehr aufbringen

Von: gro
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Sinnbild für die schwierige Lage der Evangelischen Kirche Stolberg: Auch das Gemeindehaus in Mausbach muss zum Jahresende aus finanziellen Gründen verkauft werden. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Evangelische Kirchengemeinde Stolberg ist weiter auf der Suche nach einem begehbaren Weg in die Zukunft. „Wir haben noch keine Lösung gefunden”, fasst Pfarrer Jens Wegmann die aktuelle Situation mit wenigen Worten zusammen.

Wie dramatisch die Situation unter finanziellen Aspekten ist, geht aus einem Schreiben von Uwe Loeper an die Stadt Stolberg hervor. Darin spricht der Vorsitzende des Presbyteriums von einer Haushaltslage, „die sich derart zugespitzt hat, dass wir die Trägerkosten für den Erhalt des Familienzentrums an der Bergstraße auf Dauer nicht mehr gewährleisten können”.

Bereits für das kommende Jahr sieht sich die Gemeinde außer Stande, die erforderlichen rund 40.000 Euro für die dreigruppige Einrichtung zu übernehmen. Der zuständige Jugendhilfeausschuss muss sich deshalb am Donnerstag nächster Woche mit dem Antrag auf Kostenübernahme durch die Stadt beschäftigen.

Eine wirkliche Wahl hat das Gremium allerdings nicht, ist die Stadt doch in letzter Instanz verantwortlich für eine bedarfsdeckende Bereitstellung von Kindertagesstättenplätzen im Stadtgebiet.

„Zur Erfüllung des Rechtsanspruches müsste im Falle eines Ausscheidens der Evangelischen Kirchengemeinde als Träger notfalls die Stadt Stolberg selbst tätig werden und im Sozialraum entsprechende Kita-Plätze schaffen”, gibt Fachbereichsleiter Willi Seyffarth zu bedenken.

Das aber will die Verwaltung vermeiden und empfiehlt deshalb dem Jugendhilfeausschuss, dem Antrag - wie schon in vergleichbaren Fällen bei anderen freien Trägern geschehen - stattzugeben.
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