Stolberg-Büsbach - Europäischer Kunsthof lockt mit Kunst und privatem Ambiente nach Büsbach

Europäischer Kunsthof lockt mit Kunst und privatem Ambiente nach Büsbach

Von: Dirk Müller
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Ein Bild von Ernst Wille: zu sehen in der aktuellen Ausstellung. Foto: von Ernst Wille: zu sehen in der aktuellen Ausstellung.
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Das grüne Außenatelier des neuen Kunsthofs in Büsbach beherbergt derzeit die Eisendrahtobjekte von Werner Bitzigeio. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Der Besuch im Europäischen Kunsthof lohnt sich, und zwar aus mehreren Gründen: 14 großformatige Werke von Professor Ernst Wille sind derzeit dort zu sehen, faszinieren durch ihre außerordentliche Farbgebung und ihre eindrucksvolle Formsprache. Ob verschiedene Porträts, „Torso“, „Adam und Eva“ oder die „unbekannte Sitzende“ – im Mittelpunkt der ausgestellten abstrahierten Malerei Wille steht der Mensch mit seinen Stärken und Schwächen in all seinen Facetten.

Doch die Anziehungskraft des Europäischen Kunsthofs, der jetzt in Büsbach beheimatet ist, rührt eindeutig auch vom Ortswechsel her. Hatte die Galerie in Vicht eher musealen Charakter, so lädt der neue Kunsthof nun zu wahren Entdeckungstouren ein und besticht dabei durch Charme und private Atmosphäre. Von außen sind die Dimensionen kaum zu erahnen: 230 der 300 Quadratmeter Wohnfläche des historischen Bruchsteinhauses an der Hostet­straße nutzt Galeristin Angelika Kühnen als Ausstellungsfläche, aber eben nicht nur. Flur, Küche und Wohnzimmer dienen dem Wohnen und der Kunst gleichermaßen. Die Kunst wird nicht um ihrer selbst willen zur Schau gestellt, sondern ist in das Leben integriert, die Besucher wiederum empfinden sich nicht als Betrachter einer Ausstellung, sondern eher wie Gäste bei Freunden oder Bekannten.

Dies verleiht dem Kunsthof nicht nur ein besonderes Flair, es stellt auch einen praktischen Mehrwert für die Kunstfreunde dar: Sie können sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild davon machen, wie die Kunstwerke in den eigenen vier Wänden wirken, wie sie in eine Wohnlandschaft passen. In insgesamt sieben Räumen auf mehreren Ebenen und zwei Etagen kann Kunst als ein Abenteuer intensiv erlebt werden, denn zwischen den Holzbalken, kleinen Stiegen und schmalen Treppen des alten Hauses findet sich neben der Malerei von Professor Wille eine Fülle von Exponaten anderer Künstler. Joseph Beuys, Karl Otto Götz, Karina Hubrich, Jems Robert Koko Bi, Aki Yakamoto, Lothar Scheffler, Daniela Flörsheim und weitere sind ebenso vertreten wie Angelika Kühnen mit eigenen Werken und eine große permanente Ausstellung mit zahlreichen Bildern von Hartmut „Hacki“ Ritzerfeld.

Großzügiger Garten

Der großzügige Garten mit seiner idyllischen Aussicht bietet einen Teich, ein pittoreskes Sommeratelier und natürlich Kunst wie die ansprechenden Eisendrahtobjekte von Werner Bitzigeio. Offene Räume, gemütliche Kammern und die schier endlose Weite des grünen Außenateliers bilden einen besonderen Rahmen für die Vielzahl der gezeigten Werke im neuen Kunsthof.

„Es hat sich durch den Standortwechsel zwar manches geändert, aber an meinem bisherigen Ausstellungsprogramm werde ich auch in Büsbach weiterhin festhalten“, verspricht Kühnen. Im Unterschied zur Vergangenheit in Vicht sei lediglich das Konzept überarbeitet, und auf eine klassische Ausstellungseröffnung, also Vernissage mit Einführungsrede, werde verzichtet, und die Gäste würden sich so unvoreingenommen und unmittelbar auf die künstlerische Entdeckungsreise im neuen Europäischen Kunsthof machen können, seien zudem nicht an eine feste Zeit gebunden.

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