Euriade: Ritzefeld-Gymnasium beteiligt sich an „Jugend im Dialog”

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Stolberg. Auch in diesem Jahr nahm das Ritzefeld-Gymnasium an dem jährlich in der Euregio stattfindenden internationalen Kultur- und Wissenschaftsfestival Euriade teil. An der Woche „Jugend im Dialog” in der 900 Jahre alten niederländischen Abtei Rolduc in Kerkrade, die von der Landesregierung NRW und der Provinz Limburg gefördert wird, nahmen in diesem Jahr vier Schülerinnen der Stufe 12 teil: Stephanie Bedra, Hanna Fleck, Christina Jakobs und Mimosa Maloki.

Neben den Jugendlichen aus Deutschland waren Jugendliche aus Belgien, Israel/Palästina, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien und Südafrika zusammengekommen, um sich kennen zu lernen und sich in zahlreichen Gesprächen, Diskussionen und Workshops mit den Gedanken des österreichisch-israelischen Philosophen Martin Buber (1878 - 1965) zu beschäftigen.

Dabei geht es zentral um das „Dialogische Prinzip” des jüdischen Religionsphilosophen, der sich um die Versöhnung des deutschen und des jüdisches Volkes verdient gemacht hat. Buber erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise, unter anderem 1953 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche.

Im weitesten Sinne geht es in der Woche „Jugend im Dialog” um die von Buber so hoch gehaltenen Ziele wie Verständnis und Toleranz zwischen den Menschen aller Kulturen, was letztendlich ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Weltfriedens darstellt.

Auch in diesem Jahr standen verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm, so zum Beispiel der Besuch bei der Lebenshilfe in Aachen inklusive Gruppenarbeit in den Therapiezentren mit Menschen mit Behinderung, der Besuch der ehemaligen „Ordensburg” Vogelsang als Beitrag zur Aufklärung über die Ziele und Wirkungen nationalsozialistischer Erziehung und Beeinflussung, die Debatte mit den Politikern, unter anderem mit dem Mitglied des Europäischen Parlamentes Sabine Verheyen zum Thema „Gegen das Vergessen”. Viele künstlerische Beiträge und Konzerte rundeten das abwechslungsreiche, jedoch an manchen Tagen richtig voll bepacktes Programm ab. Angesichts des internationalen Charakters der Woche ist die Arbeitssprache seit zwei Jahren Englisch.

Traditionell im Rahmen dieser Woche wird jedes Jahr eine bedeutende Persönlichkeit, die sich in ihrem Leben und Wirken diesem Prinzip des Dialogs verpflichtet gefühlt hat, mit der „Martin Buber-Plakette” ausgezeichnet. Die Preisträger waren unter anderem: der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt, Ex-Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker, der Gründer der Stiftung „Menschen für Menschen”, Karlheinz Böhm, sowie der ehemaliger sowjetischer Staatspräsident Michail Gorbatschow. In diesem Jahr wurde die Martin Buber-Plakette an die niederländische Prinzessin Irene van Lippe-Biesterfeld, Schwester der Königin Beatrix, für ihren Einsatz um die Natur verliehen.
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