Euregiobahn: Ringschluss rückt ein Stückchen näher

Von: Sarah Maria Berners
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Im Einsatz: Schweres Gerät musste gestern zum Haupbahnhof anrücken, um eine Weichenheizstation inmitten der Gleise Foto: S.M. Berners

Stolberg. Am Montag rückte nahe dem Stolberger Hauptbahnhof schweres Gerät an: 400 Tonnen kann der gewaltige, feuerrote Kran heben. Ganz so schwer war die Last, die auf ihn wartete, allerdings nicht. Aber aufgrund der großen Hebelwirkung brauchte es die schwere Maschine dennoch.

Ihre Aufgabe: Eine neue „Weichenheizungsstationen” aufstellen. So nennen die Eisenbahner die kleinen Häuschen am Rande der Gleise im Fachjargon. In der Trafoanlage wird der Strom aus der Oberleitung in 220 Volt umgewandelt. „So wird garantiert, dass die Weichen auch im Winter gestellt werden können”, sagt Mathias Elsner. Mehr als 16 Weichen kann ein solches Häuschen versorgen.

Auswirkungen auf den Verkehr

Am Stolberger Hauptbahnhof arbeitet der Schienennetzbetreiber Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) an den Oberleitungen. Gleichzeitig führt die Deutsche Bahn Gleisarbeiten zwischen Aachen-Rothe Erde und Stolberg durch. Das hatte natürlich einmal mehr Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr.

„Es ist ja eine Investition in die Zukunft. Wir wollen die Euregiobahn attraktiver gestalten. Diese Bauarbeiten sind die ersten bedeutenden Maßnahmen für den Ringschluss zwischen Alsdorf und Stolberg”, betont Geschäftsführer Thomas Fürpeil. Dieser Ringschluss lässt zwar länger als erwartet - bis 2012 - auf sich warten, aber die Vorbereitungsmaßnahmen laufen auf Hochtouren.

Mit der Trennung der Oberleitungen im Hauptbahnhof wird eine klare Schnittstelle zwischen der Deutschen Bahn, die die Hauptgleise betreibt, und der EVS, die die Nebengleise nutzt, geschaffen - und damit eine Grundvoraussetzung für den Ringschluss. Diese Trennung verlange das Gesetz, erklärt EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil.

Bahn hat großen Anklang

Die Verspätung für den Ringanschluss begründet EVS-Geschäftsführer unter anderem mit dem Anklang, den die Euregiobahn gefunden hat. „Die Bahn ist viel besser angenommen worden, als es vorhergesehen war”, so Fürpeil. Entsprechend der hohen Nachfrage wolle man einen guten Service bieten. Und dieser Service bringe zusätzliche Baumaßnahmen mit sich. So sollen zwischen Merkstein und Alsdorf sowie bei St. Jöris Begegnungsgleise geschaffen werden, um auf der eingleisigen Strecke den Fahrplan optimieren zu können.

Ein weiterer Punkt, der für Verzögerungen gesorgt hat, ist das elektronische Stellwerk im Stolberger Hauptbahnhof, ohne das gar nichts laufen kann. Was das angeht, sei man - so EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil - derzeit in zielführenden Gesprächen mit der Bahn.

Ein Pendelverkehr zwischen Stolberg Altstadt und Langerwehe wurde für die Euregiobahn am Montag übrigens aufrecht erhalten. Dann hatten sich auch die Bauarbeiter nach dem Fahrplan zu richten und mussten ihre Arbeit für ein paar Minuten ruhen lassen.
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