Stolberg - Euregiobahn fährt jetzt öfter nach Stolberg

Euregiobahn fährt jetzt öfter nach Stolberg

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Zunächst die der Euregiobahn-Verkehr zum Stolberger Hauptbahnhof auch in Schwachlastzeiten verdichtet; weitere Verbesserungen erfolgen mit der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks ab 2012. Foto: J. Lange

Stolberg. Ein wenig den Fahrplan studieren sollten die Bahnkunden schon für den Fahrplanwechsel am Sonntag. Denn insbesondere für Nutzer der Euregiobahn ergeben sich einige Veränderungen bei den Fahrzeiten. „Um Anschlüsse und Verbindungen attraktiver zu machen”, betont Hans-Joachim Sistenich, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbundes (AVV), der den öffentlichen Personennahverkehr in der Region organisiert.

Eine Optimierung von Fahrplänen und -zeiten sowie von Fahrzeugen machen die Verbesserungen möglich.

Profitieren werden die Euregiobahn-Fahrer zunächst zu Zeiten des Schwachlastverkehrs. Wochentags nach 20 Uhr, samstags ab 16.30 Uhr und sonntags werden die Treibzüge - wie zu den üblichen Zeiten auch - im Halbstundentakt zwischen Heerlen und Stolberg-Hauptbahnhof verkehren. Dort entfällt das Kuppeln der Euregiobahn: Entweder fährt sie weiter nach Düren oder nach Stolberg-Altstadt, so dass die Talachse der Kupferstadt zu den Schwachlastzeiten weiter im Stundentakt bedient wird.

Während sich in Richtung Aachen nichts für die Stolberger Kunden ändert, müssen sie sich auf andere Abfahrtszeiten in Richtung Burg einstellen. „Dann fährt die Euregiobahn ab Aachen zur Minute 32 und nicht wie bisher zur Minute 02”, erklärt Burkhard Fahl von der DB Regio. Das bedeutet für die Fahrgäste, das am Mühlener Bahnhof das Umsteigen auf die Aseag-Linie 1 und 8 in Richtung Schevenhütte und Zweifall verbessert wird.

Vorteile verspricht der neue Fahrplan für Fahrten Richtung Köln. Dazu werden die Umsteigemöglichkeiten der Euregiobahn in Düren erweitert. „Drei statt bisher zwei Anschlüsse pro Stunde werden erreichbar”, sagt Franz Welfens von der DB Regio, denn in Düren verbessern sich die Anschlüsse an die S-Bahn, und die Umsteigezeiten werden kürzer. Dort werden auch die Anschlüsse zwischen Rurtalbahn und Euregiobahn optimiert.

Der Stolberger Hauptbahnhof gewinnt an Bedeutung für Reisende aus Eilendorf in Richtung Köln. Denn in dem Aachener Stadtteil hält der Regionalexpress 1 und 9 nicht; ein Anschluss wird aber durch die Euregiobahn via Stolberg ermöglicht.

Auf die direkte Verbindung der Euregiobahn von Stolberg nach Alsdorf werden die Kunden allerdings noch bis zum Fahrplanwechsel im nächsten Dezember warten müssen, verwies Sistenich auf die Verzögerung beim Ankauf des Bahnhofsgebäudes durch die EVS. Die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH saniert das historische Gebäude und richtet dort ihr elektronisches Stellwerk ein. Das ist die Voraussetzung für die komplette Inbetriebnahme des Ringschlusses.

Allerdings wird in den kommenden Monaten die Euregiobahn von Alsdorf aus immer weiter in Richtung Stolberg fahren können. „Wir werden mit den Verbindungen dem Baufortschritt folgen, auch wenn das noch nicht im Fahrplan ausgedruckt ist”, kündigte Hans-Joachim Sistenich an. So rechnet die EVS damit, im kommenden Jahr den Haltepunkt Begau ansteuern zu können.

Mit der Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks sollen auch von den Nebenstrecken der Euregiobahn aktuelle Zustands- und Fahrzeit-Daten für die elektronische Fahrplan-Info des AVV geliefert und für Internet- bzw. Handy-Empfang aufbereitet werden können. Noch wichtiger für die Kunden dürfte sein, dass mit dem Stellwerk auch die Taktzeiten auf den Nebenstrecken verdichtet werden können.

Keine Perspektive für Breinig

Weiter ein Wunsch Stolbergs bleiben wird wohl der Anschluss von Breinig. „Sobald der Fahrplan und Fahrzeuge eine Verbindung hergeben, würden wir sie ja installieren”, bleibt Sistenich skeptisch. Aber Kosten- und Zeitdruck, steigende Preise und fehlende Finanzen für den Ankauf zusätzlicher Fahrzeuge sprächen auf absehbare Zeit dagegen. „Bei einem Ausbau der Schieneninfrastruktur sehe ich jedoch keine Probleme”, ist Sistenich die Bereitschaft der EVS zu einer zügigen Steckenrenovierung bestens bekannt.

In Gang sind bereits Gespräche zwischen AVV und Aseag, zu deren Fahrplanwechsel im Frühjahr die Anbindung des Hauptbahnhofes zu Zeiten des Schwachlastverkehrs mit Bussen wieder zu verbessern. Dann sollen auch die im Juni zusätzlich eingeführten Fahrten der Schnellbuslinie 125 von und in Richtung Aachen von Büsbach bis zum Mühlener Bahnhof verlängert werden.
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