Euregio Maas-Rhein wird das Motto von „Stolberg goes...“

Von: Dirk Müller
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„Stolberg goes Afrika“ lautete das Motto des Festes im fast abgelaufenen Jahr. Zahlreiche Teilnehmer des Umzuges in ihren bunten Kostümen begeisterten die Zuschauer. Foto: D. Müller

Stolberg. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“, heißt es in einem geflügelten Wort frei nach Johann Wolfgang von Goethes Gedicht „Erinnerung“. Eben an dieses scheint sich der Kulturmanager Max Krieger erinnert zu haben, denn er unterschreibt den Ausspruch im kommenden Jahr vorbehaltlos.

Nachdem das Kulturfestival mit Alleinstellungsmerkmal „Stolberg goes…“ bereits unter den Ländermottos China, Brasilien, Spanien, Frankreich, Italien und USA stand, war die diesjährige Auflage mit Afrika erstmals einem ganzen Kontinent gewidmet und erfolgreicher denn je. Jetzt verkündet der Kulturmanager der Kupferstadt das Motto für die Tage vom 16. bis 18. Mai 2014: „Stolberg goes Euregio“.

Dynamik nutzen

„Nach dem Motto Afrika war die Frage, ob eine Steigerung überhaupt noch möglich sein kann. Sie ist möglich und wird mit ,Stolberg goes Euregio‘ kommen“, zeigt Krieger sich zuversichtlich, was den Erfolg des Festivals anbelangt. Die positive Stimmung bei der Vorstellung des Mottos wird von allen Anwesenden geteilt. „Es ist eine glückliche Fügung, unser Stolberger Kulturfestival in der Region noch breiter aufstellen zu können, und ich freue mich auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit“, sagt zum Beispiel Bürgermeister Ferdi Gatzweiler.

Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Belgiens und noch bis 2015 turnusmäßig Vorsitzender der Euregio Maas-Rhein, meint, es gebe derzeit „noch zu wenig Miteinander in der Euregio“. „Kultur spielt eine wichtige Rolle, um dies wirklich zu verbessern, denn sie kann die Vielfalt unserer Euregio erlebbar machen“, meint Lambertz und verweist auf den großen „Clou“ an dem kommenden „Stolberg goes...“, bei dem er als Schirmherr fungieren wird.

„Den leider vergeblichen Bemühungen Maastrichts und der Euregio Maas-Rhein, 2018 Kulturhauptstadt Europas zu werden, sollten wir nicht lange mit Trauerarbeit begegnen. Es sind so viele tolle Initiativen entstanden, und wir sollten diese Dynamik weiterhin fördern und auch nutzen.“

Und genau dazu sei das Kupferstädter Kulturfestival als Leuchtturmprojekt bestens geeignet, bekräftigt Manfred Bausch, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbands Region Aachen: „Die Euregio ist in den Köpfen der Menschen noch ein etwas zu abstraktes Thema, das wir konkret an die Bürger heranbringen müssen, denn das Potenzial der Euregio Maas-Rhein ist sehr groß und ungeheuer spannend. Der bunte kulturelle Mix bei ,Stolberg goes Euregio‘ wird dies verdeutlichen.“

Durch den Versuch, europäische Kulturhauptstadt zu werden, sei die Euregio in Sachen Kultur zur Zeit so gut aufgestellt wie noch nie, sind sich alle Beteiligten im Vorfeld einig.

Das Programm des Kulturfestivals wird Max Krieger im März 2014 vorstellen, wenn die tollen Karnevalstage ausgeklungen sind, verspricht aber schon jetzt viele Attraktionen, die dank der Unterstützung von Sponsoren wieder alle kostenlos präsentiert werden.

Doch es sei nicht nur so, dass die vorangegangenen Kulturhauptstadt-Initiativen in Maastricht und der Euregio ein facettenreiches Programm auf hohem Niveau in Stolberg garantieren würden. „Es wird auch ein fruchtbarer gegenseitiger Austausch. Wir holen Künstler und viele Gäste aus der gesamten Euregio in die Kupferstadt und tragen damit gleichsam die schöne Stolberger Altstadt mit ihrem starken touristischen Potenzial weiter in das Bewusstsein der Menschen aus der Maas-Rhein-Region hinein“, führt der Kulturmanager aus, der sich davon zugleich steigende Besucherzahlen etwa bei den künftigen Kupferstädter Weihnachtstagen oder der Stadtparty. verspricht.

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