„Euregio FotoSalon” zeigt Bilder von 15 Fotografen aus dem Dreiländereck

Von: Heike Eisenmenger
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Aufnahmen, die atemlos machen:
Aufnahmen, die atemlos machen: Besucher betrachten die Fotos von Andreas Gabbert. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Der Anblick mancher Fotos macht einen schier atemlos, weil sie einen tief im Inneren berühren. Fotos mit einer so gewaltigen Bildsprache waren am Wochenende im Museum Zinkhütter Hof ausgestellt.

Schade nur, dass die Ausstellung „Euregio FotoSalon” , die ein Projekt der Stichting „Kunzfetti” aus Kerkrade ist, von so kurzer Dauer war.

Phase zwei

15 Fotografen aus dem Dreiländereck, von denen bis auf wenige Ausnahmen die Mehrzahl semiprofessionell unterwegs ist, bestückten die Ausstellung mit ihren Aufnahmen. Fast alle Bilder sind in der Grenzregion entstanden, was den Kerngedanken des FotoSalons widerspiegelt - die Euregio zu stärken.

Der gemeinnützige Verein „Kunzfetti” hat den FotoSalon als grenzüberschreitendes Projekt angelegt und geht in diesem Jahr in die zweite Phase. „Die Premiere war 2011 in Kerkrade. Nun werden die Fotos hier in Deutschland gezeigt und 2012 soll Belgien Veranstaltungsort sein”, erzählte die holländische Journalistin Lily Scheffer, die sich darauf spezialisiert, Details aus Fotos herauszuarbeiten und mit ihnen eine völlig neue Sichtweise zu schaffen.

Mit dem Projekt haben die Macher Großes vor: Sie wollen mit dem Euregio FotoSalon die Kandidatur Maastrichts zur Kulturhauptstadt Europas 2018 unterstützen. Es sind wie eingangs erwähnt großartige Fotos dabei und es gerade vor diesem Hintergrund ist ein bisschen schade, dass das hohe Niveau nicht durchgängig gehalten wird.

Großartige Fotos zeigen beispielsweise der Monschauer Andreas Gabbert, der Niederländer Ed Hoogenboom und die Belgierin Alice Smeets, die als hauptberufliche Fotografin derzeit in Haiti ist. Gabbert und Smeets zeigen eindrucksvoll, welche Wirkung Fotos in Schwarz-Weiß oder auch in Sepia (bräunliche Tönung) haben können. Ein Foto mit Aussagekraft in Schwarz-Weiß zu machen, dafür braucht es Gespür fürs Motiv, da reicht es nicht allein, Fotos digital zu verschönern.

Ganz „großes Kino” sind auch Ed Hoogenbooms Farbfotos. Es ist eine so „schöne Einsamkeit”, das hat fast schon etwas Surreales, formulierte es Besucherin Helga Winden .

Melancholisch, aber kraftvoll

Die von Smeets haben eher dokumentarischen Charakter und doch ist es ihr gelungen, für doch haben ihre Aufnahmen etwas sehr Emotionales und auch Klares. Gabberts Aufnahmen bestechen durch eine Melancholie, die dennoch sehr kraftvoll rüberkommt und den Betrachter packt.

Man darf gespannt sein, was den Besucher im nächsten Jahr erwartet. Aber eines ist sicher: Es werden neue Fotos präsentiert und vielleicht wird ja dann die Ausstellung auch ein bisschen länger dauern.
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