Stolberg - Erweiterungsbau ordnet die Realschule I als ganz neue Einheit

Erweiterungsbau ordnet die Realschule I als ganz neue Einheit

Von: kol
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Die Pläne der Realschule für die Zukunft ragen mindestens genauso hoch in den Himmel wie der Kran über dem Erweiterungsbau.

Stolberg. „Was hier passiert, ist mehr als die Schaffung neuer Klassenräume”, sagt Ferdinand Küpper-Jacobs. Der Leiter der Realschule I sitzt in seinem Büro und schaut auf den zügig wachsenden Rohbau vor dem Fenster. „Wir schaffen ein neues Verständnis vom Arbeiten in der Schule.”

Nüchterner betrachtet sind es acht Klassenräume, die durch den 3,6 Millionen Euro schweren Erweiterungsbau geschaffen werden, vier davon durch Umlegungen im Bestand, die anderen im Neubau.

Die alte Lehrküche für den Hauswirtschaftsunterricht wird durch eine neue ersetzt, außerdem entstehen ein Schülerbüro, ein Hausmeisterraum, ein neuer Lehrer- und Verwaltungstrakt mit angegliederten Arbeitsräumen und ein Mehrzweckraum, der auch zur Beköstigung dienen kann.

Schmuckstück des ganzen Komplexes wird ein neues Entree in die Schule mit einem Forum, das zum Aufenthalt, aber auch für Musik- oder Theateraufführungen geeignet ist. 850 m3 Beton wurden bislang verbaut, dazu fünf Tonnen Stahl, das sind die nackten Fakten.

Doch die interessieren den Schulleiter nur am Rande. Übermorgen wird der Grundstein gelegt, und das aus einem ganz bestimmten Grund: „Damit wird symbolisch deutlich, dass wir hier etwas ganz Neues gründen”, sagt Küpper-Jacobs, „auch wenn es sich ânurÔ um eine Erweiterung handelt.” Der Neubau trage dazu bei, dass die Schule ein neugeordnetes Ganzes werde.

„Pädagogische Architektur”

„Der Entwurf entspricht einer pädagogischen Architektur, durch die eine neue schulische Einheit entsteht”, lobt Küpper-Jacobs die Arbeit des Architekten Klaus Kaesler. Die Einheit - auch durch den Innenhof, der durch die bauliche Anordnung des Neubaus entsteht - sei wie ein Kupferhof, wo man miteinander kommuniziert und gemeinsam auf das schaut, was man entwickelt hat. Eine mit Stolz erfüllte Bindung zur Schule soll so entstehen.

Die Infrastruktur entstehe aber nicht nur materiell durch den Neubau, sondern auch durch Erfahrungen aus Projekten, die das Kollegium übermittle, zum Beispiel zur Arbeit mit außerschulischen Trägern. „Deshalb will ich auch nicht sagen, ab morgen haben wir hier gebundenen Ganztag”, erklärt Küpper-Jacobs, warum er im Gegensatz zu den Kollegen der beiden Gymnasien und der Realschule Mausbach keine Bewerbung dafür abgegeben hat. Übermittagbetreuung wird es auch so an der Realschule I geben, und Angebote für den Nachmittag ebenfalls. Da wolle man erst einmal hineinwachsen. „Wenn die Zeit reif ist, kann auch hier ein gebundener Ganztag entstehen”, sagt Küpper-Jacobs. „Wenn sich aber herausstellt, dass das, was wir hier schaffen, besser ist, dann kann es auch so bleiben.”

Mit im Boot ist die Realschule beim Programm 1000 Schulen der Landesregierung, das eine Übermittagbetreuung an Schulen fördert, die nicht im gebundenen Ganztag sind. Und dafür sieht sich der Leiter gut aufgestellt.
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