Erweiterungsbau für Familienzentrum: Richtfest auf dem Kirchplatz

Von: Jürgen Lange
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Donnerstag um 12 Uhr: Zwischen Spielplatz, Gotteshaus und dem alten Pfarr- und Kinderheim entsteht der Erweiterungsbau für das Atscher Familienzentrum St. Sebastianus. 950 000 Euro investiert die Pfarre St. Lucia mit Unterstützung des Bistums und der öffentlichen Hand. Foto: J.Lange

Stolberg-Atsch. Es ist ein Meilenstein für die Pfarrgemeinde St. Lucia ebenso wie für den Stadtteil Atsch, wenn am Donnerstag um 12 Uhr das Richtfest am Neubau des Katholischen Familienzentrum St. Sebastianus gefeiert werden kann.

Vor zehn Jahren übernahm die Kupferstadt die drei Kitas Steinweg, Donnerberg und Münsterbusch aus kirchlicher Trägerschaft, nachdem das Bistum den Pfarren einen Sparkurs auferlegt hatte.

Heute investiert die Großpfarre St. Lucia rund 950.000 Euro mit Unterstützung des Bistums und der öffentlichen Hand in den Ausbau ihres Kindergartens im Schatten der 1901 insekrierten St. Sebastianus-Kirche. Im September 1952 begann die Kinderbetreuung in Atsch in einem Nebenraum der Turnhalle an der Jahnstraße. Am 12. Mai 1957 wurde am Rande des Kirchplatzes der Backsteinbau mit dem Kindergarten im Souterrain, dem Pfarrheim im Obergeschoss und einem kleinen, aber feinen Außengelände im Garten eröffnet.

Während dort die Jüngsten im Sandkasten spielten, jagten die Älteren vor dem Kindergarten auf dem Kirchplatz dem runden Leder nach. Just auf diesem Aschenplatz entsteht derzeit der Neubau zum Ausbau der U3-Betreuung in dem vor mehr als drei Jahren als Familienzentrum anerkannten Einrichtung. Im Juli 1974 (1,8 Millionen DM wurden investiert) und 1982 folgten erste Erweiterungen.

Der heutige Neubau, der wie ein „U“ so vor dem Bestand gesetzt wird, dass ein kleiner Innenhof entsteht, verändert nicht nur das Erscheinungsbild des Kindergartens, sondern des zentralen Platzes in der Ortsmitte entscheidend, wie der Baufortschritt des ambitionierten Projektes erkennen lässt. Jedenfalls dürften ältere Atscher „ihren alten“ Kindergarten kaum noch wiedererkennen.

„Der Rohbau steht seit einigen Wochen“, sagt René Deitert. „Die Fenster sind eingebaut, die Sanitär- und Elektroinstallation ist im Erdgeschoss fertig.“ Nun blickt der Verbundleiter der Kitas der Pfarre St. Lucia auf den weiteren zeitlichen Ablauf, nachdem heute Mittag der Richtspruch gesprochen worden ist. „Nächste Woche wird die Sanitär- und Elektroinstallation auch im Souterrain abgeschlossen sein“.

Die Putzarbeiten und die Dämmung der Außenfassade haben begonnen. Ab Ende November soll im Erdgeschoss die Fußbodenheizung verlegt werden, so dass ab Mitte Dezember dort der Estrich eingebracht werden kann.

Über Weihnachten und Neujahr wollen die Atscher der Kita-Erweiterung dann richtig einheizen, damit der Neubau schnell trocken wird. Für Januar und Februar ist der Einbau der die Abhangdecken vorgesehen. „Sobald der Putz trocken ist, starten der Maler und Fliesenleger“, so Deitert weiter. Ab März sind die Verlegung des Bodenbelags und sobald es das Wetter zulässt die Gestaltung der Außenanlagen vorgesehen. Macht keiner einen Strich durch die Rechnung, können im April die Restarbeiten erfolgen und der Einzug angegangen werden.

Jedenfalls ist René Deitert sich sicher, in Atsch pünktlich mit kompletten Kapazitäten ins Kindergartenjahr 2017 starten zu können. „Wir werden somit zum 1. August insgesamt 95 Kinder betreuen“, so der Verbundleiter weiter: „Davon werden dann 28 unter drei Jahren sein“.

Während die Bauarbeiten zügig ihrem Ziel entgegenstreben, bereiten sich intern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die neuen Herausforderungen vor. „An insgesamt 13 Samstagen wird Alles rund um die U2- und U3-Betreuung thematisiert“, berichtet Deitert. Zudem werde eine neue Konzeption für den Betrieb im Familienzentrum St. Sebastianus erstellt. Dabei drehe es sich vor allem um die ganzheitliche Entwicklung über Bindung bis hin zur Nahrungsaufnahme und Entwicklungsaufgaben in den Altersstufen zwischen null und sechs Jahren. Zudem bietet das Familienzentrum zusätzliche Arbeitsplätze an. „Die Akquise von Fachpersonal ist angelaufen“, freut sich der Verbundleiter über weitere Interessenten. Kirchenvorstand und Personalausschuss führen bereits erste Gespräche mit Bewerbern.

Während der gesamten Umbauphase soll der laufende Betrieb der bestehenden Einrichtung ohne großartige Einschränkungen weiterlaufen können. Denn nicht nur ein Neubau entsteht, sondern auch der Altbau wird saniert und erweitert. Bereits bestehende Gruppenräume erhalten dabei neue Nebenräume und sanitäre Anlagen, und auch im Altbau entsteht durch die Erweiterung ein neuer Gruppenraum. Zudem entsteht ein neues kleines Pfarrbüro am westlichen Gebäudeflügel.

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