Erweiterung des Goethe-Gymnasiums geht jetzt in die Planung

Von: kol
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Stolberg. Was der Unterschied zwischen einer Vorplanung und einem skizzenhaften Entwurf ist, darüber stritt am Mittwochabend der Bau- und Vergabeausschuss (BVA). Zumindest vordergründig, denn der Hintergrund, um den es eigentlich ging, war die Planung für den Erweiterungsbau des Goethe-Gymnasiums.

Für die CDU-Fraktion bemängelte Hans-Josef Siebertz, dass von einer solchen Vorplanung bereits seit dem vergangenen Dezember zehn Exemplare in der Verwaltung in Umlauf gewesen seien, ohne dass die Politik sie zu Gesicht bekommen hätte. Parteikollege Ludwig Hahn ergänzte sogar, es habe schon im Juli 2008 ein Vorplan existiert, der offensichtlich überall, nur zufälligerweise nie bei der CDU angekommen sei.

Von wirklichen Plänen wollte Josef Braun dagegen nichts wissen. „Das waren skizzenhafte Entwürfe, um die groben Kosten zu ermitteln”, so der Fachbereichsleiter der Verwaltung. Diese hätten nicht in die Öffentlichkeit gehört. „Die Verwaltung muss sich erst ein Bild von den Kosten verschaffen”, erklärte Braun weiter. Sonst könne man der Politik keine Vorlage präsentieren. Dass ein Architekt im Rahmen der Akquise Gespräche mit der Verwaltung führe, bezeichnete Manfred Wienands (SPD) denn auch als normalen Vorgang.

Dennoch unterstrich Siebertz seine Kritik am Vorgehen der Verwaltung. Aus Gesprächen sei bekannt, dass sich auch Schulleiterin Stefanie Luczak beschwert habe, im Rahmen der Vorplanung nicht befragt oder sonstwie eingebunden worden zu sein. Erst bei einem von ihr selbst initiierten Gespräch mit Bürgermeister Ferdi Gatzweiler habe sie eine Skizze der Planungen bekommen.

Auch dass der BVA mit dem Planungsauftrag konfrontiert werde, ohne dass sich der zuständige Fach-, also der Schulausschuss mit dem Thema befasst habe, nahm Siebertz zum Anlass für Kritik. „Uns fehlt die schulfachliche Stellungnahme”, erklärte er und vermisste auch die Anwesenheit des Schuldezernenten Dr. Wolfgang Zimdars.

Zu beantworten gewesen wären zum Beispiel Fragen, ob der angemeldete Raumbedarf tatsächlich in der Form angemessen sei. Den Hinweis aus der SPD, es sei der Schulausschussvorsitzende Axel Wirtz (CDU) gewesen, der zuletzt eine Sitzung dieses Gremiums mangels Themen abgesagt habe, konterte Siebertz mit dem Argument, dass es Aufgabe der Verwaltung sei, Vorlagen für die Ausschusssitzungen zu erstellen.

„Wenn es keine Vorlagen gibt, dann gibt es für den Ausschuss auch keine Themen”, so Siebertz. In seiner nächsten Sitzung werde sich der Schulausschuss aber mit der Goethe-Erweiterung beschäftigen, erklärte die für die Schulverwaltung anwesende Ute Grotenclos. Einigkeit herrschte dann am Ende, der Ausschuss nahm einstimmig die Verwaltungsvorlage zur Kenntnis und befürwortete die Architektenplanung, die in enger Abstimmung mit Verwaltung und Schulleitung erfolgen soll.
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