Stolberg - Erwachen die Grünen aus dem Winterschlaf?

Erwachen die Grünen aus dem Winterschlaf?

Von: Sarah Sillius
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Will sich mit seiner Fraktion
Will sich mit seiner Fraktion zusammenraufen: Ratsherr Franz-Josef Ingermann. Foto: J. Lange

Stolberg. Nach internen Streitereien in ihrer Fraktion raufen sich die Stolberger Grünen langsam wieder zusammen. Ratsherr Franz-Josef Ingermann hat sich ein Herz gefasst und zur offiziellen Fraktionssitzung am Donnerstag, 2. Februar, eingeladen.

Er wünscht sich, dass die Fraktion wieder zu einem sachlichen Umgangsstil zurückfindet und sie somit auch inhaltlich und politisch aktiv werden kann. „Die sachliche und fachliche Arbeit hat durch die Querelen erheblich gelitten.”

Ingermann plädiert dafür, dass sich die Fraktion bei ihrer politischen Arbeit künftig auf Kernthemen beschränkt. „Meiner Meinung nach sollten wir uns wieder auf unsere ureigenen Themen, auf Umweltfragen und die Stadtteilentwicklung, konzentrieren”, sagt Ingermann.

Eine kleine Fraktion könne sich nicht mit einer Vielzahl von politischen Fragen befassen. „Da haben wir uns in der Vergangenheit etwas verhoben.”

Die neue politische Konstellation in der Stadt, die große Koalition, bewertet Ingermann als Chance.

Sein Fazit nach der ersten Ratssitzung im neuen Jahr: „Grundsätzlich gefällt mir die Atmosphäre. Dass nicht mehr aufeinander eingedroschen, sondern im Sinne der Situation der Stadt sachlich argumentiert wird. Mir gefällt es grundsätzlich nicht, wenn nur aus Gründen der Parteiraison ein Widerspruch aufgebaut wird. Ich bin ein konsensfähiger Mensch.”

Die Grünen wollten weiterhin mit der SPD-Fraktion konstruktiv zusammenarbeiten und einen intensiven Gedankenaustausch pflegen. Ingermann will sich bei der Fraktionssitzung als Vorsitzender zur Wahl stellen. Bislang ist er auch der Einzige, der zur Situation der Stolberger Grünen öffentlich Stellung nimmt.

Treffen abwarten

Weder Uschi Küpper, die von ihrem Amt als Fraktions-Vize zurückgetreten ist, noch Katharina Krings, Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin, noch die Parteivorstandsmitglieder Volker Gutzeit und Dina Graetz wollen sich vor dem Treffen äußern.

Gutzeit sagt nur so viel: „Ich hoffe, dass wir einen Weg finden, damit die Zusammenarbeit wieder möglich wird. Das Ziel ist, dass wir in Zukunft nur noch geschlossen auftreten.”
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