Erst Vuvuzelas, dann Trommeln und Pfeifen

Von: Günther Sander
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Tradition hat in Eilendorf viele Gesichter: Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft (700 Jahre alt) und Trommler- und Pfeiferkorps (100 Jahre) feiern gemeinsam mit Schirmherr Armin Laschet Geburtstag. Der lobt Verantwortung und Gemeinschaftssinn. Foto: Martin Ratajczak

Stolberg/Eilendorf. Samstag, 19.10 Uhr, die Freudentöne der Vuvuzelas und Autohupen waren nach dem grandiosen 4:0-Sieg der Deutschen über Argentinien verstummt. In Eilendorf dominierten Trommeln und Pfeifen, sie geleiteten die beiden Jubelvereine, St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft (700 Jahre alt) und Trommler- und Pfeiferkorps (100 Jahre), zum Festabend ins Zelt an der Nirmer Straße.

Dort galt es, insgesamt 800 Jahre Brauchtum und Tradition in Eilendorf zu feiern. Diese Werte brachten bei der Begrüßung illustrer Gäste Walter Koenig, zweiter Brudermeister (er vertrat den ersten Brudermeister Hans-Jürgen Förster), und Trommler-Boss Matthias Herwartz, zum Ausdruck.

Stürmisch begrüßt wurde Schirmherr und Integrationsminister Armin Laschet Nicht minder herzlich hießen Koenig und Herwartz die Europa-Abgeordnete Sabine Verheyen - sie hatte als Eilendorferin ein Heimspiel -Êund Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler willkommen.

Der Schirmherr knüpfte in seiner Festrede an den stolzen Erfolg der Nationalmannschaft an und gab zum Ausdruck, dass beim Doppeljubiläum in Eilendorf ebenso der Teamgeist eine große Rolle spiele. Schützen seien etwas Besonderes, sie hätten eine Ehrung verdient.

Landesminister Laschet erinnerte an die Negativschlagzeilen nach dem Amoklauf in Winnenden. „Unsere Schützenvereine bieten der Jugend viel Verantwortung und auch Gemeinschaftssinn”, sagte er. 700 Jahre lang haben die Schützen Eilendorf geprägt, 100 Jahre lang hat es das Trommler- und Pfeiferkorps. Der Minister überreichte den Schützen die Ehrenplakette des Landes NRW als Zeichen dieser Anerkennung.

Gegenüber den 700 Jahre alten Schützen seien die Trommler und Pfeifer mit 100 Jahren geradezu jugendlich, stellte Elke Eschweiler fest. „Beide Vereine sind Vorreiter für Ihr Ministerium”, gab sie Laschet zu verstehen. Integration werde hier groß geschrieben, beide Vereine stünden für Heimat und Werte.

Festausschussvorsitzender Peter Quadflieg sah die Jubelvereine als ein Aushängeschild für den Stadtbezirk. Der Vizepräsident des Rheinischen Schützenbundes, Karl-Heinz van Eisern, stellte die Werte der Schützen und des Schießsports heraus. Sein Geschenk war eine Plakette und die Verbandsfahne des Rheinischen Schützenbundes.

Drei Tage lang boten die Jubelvereine ein großes Programm, verbunden mit dem Bezirksschützenfest. Zahlreiche Schieß- und Musikwettbewerbe, aber auch der große Festzug durch Eilendorf und der Ehrenvogelschuss, standen auf dem Programm der Jubiläumsfeiertage der beiden Vereine, an denen auch befreundete Bruderschaften aus Stolberg teilnahmen.
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