Erlebnisroute verbindet Eifel-Schönheiten auf 225 Kilometern

Von: Jürgen Lange
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The Castle at Old Town Copper City
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Die schmalen Gassen der Altstadt am Fuße der Burg mit dem angegliederten Museum sind eines der Stolberger Ziele auf der Erlebnisroute Eifel, die die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne NRW vorgestellt Foto: J. Lange
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Präsentierten die Erlebnisroute Eifel in Stolberg (v.l.): Robert Voigtsberger, Jürgen Gerres, Andreas Glodowski, Rolf Hartmann und Harald Gath.

Stolberg. „Wir sind sehr unterschiedliche Kommunen in der Eifel und doch miteinander verbunden“, sagt Andreas Glodowski. „Was lag also näher, als die Städte miteinander zu verbinden“, meint der Leiter der Stabsstelle Stadtentwicklung in Schleiden. Und genau das haben neun Kommunen getan, die in der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne NRW zusammenarbeiten.

Das Ergebnis ist das erste touristische Angebot der Arbeitsgemeinschaft, die sich bislang vornehmlich auf Fragen der Bau- und Stadtentwicklung konzentrierte. Die Erlebnisroute Eifel verbindet die Sehenswürdigkeiten von neun geschichtsträchtigen Kommunen in der nordrhein-westfälischen Eifel. Neben Stolberg, Nideggen und Monschau liegen Schleiden, Hellenthal, Dahlem, Mechernich, Bad Münstereifel und Blankenheim auf der 225 Kilometer langen Route und präsentieren jeweils individuelle Sehenswürdigkeiten.

Für Blankenheim ist das eine besondere Ehre, Teil der Erlebnisroute zu sein, denn die „Wiege der Ahr“ mit Grafenburg und Fachwerkhäusern wartet noch auf die offizielle Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft der noch 56 Mitglieder, sagt Bürgermeister Ralf Hartmann.

Blankenheim, wo der Ahrsteig beginnt, ist mit Stolberg beispielsweise auch durch den Eifel­steig verbunden. Die Kupferroute verbindet ihn direkt mit der Altstadt am Fuße der Burg und dem Torburgmuseum – das zentrale Ziel dieser Etappe der Erlebnisroute. Aber die Kupferstadt bewirbt zudem das Museumssägewerk in Zweifall, „wegen seiner geregelten Öffnungszeiten und Vorführungen“, so Touristik-Leiter Jürgen Gerres. „Man kann also etwas erleben“.

Zudem liegt der „denkmalgeschützte Straßenzug Alt Breinigs liegt ebenfalls auf der Strecke“, sagt seine Kollegin Svenja Erler. Dort bilden rund 90 Gebäude – teilweise im Urtyp des Aachener Bauernhauses mit der Anordnung Stube, Küche und Stall – den historischen Kern des geschäftsreichen Ortes .Drei „Fliegen auf einen Streich“ kann Stolberg somit zur Erlebnisroute beitragen.

Monschau verweist nicht nur auf sein Zentrum mit den romantischen Fachwerkhäuser an der Rur, sondern auch auf die berühmten Buchenhecken am Höfener Heckenweg. Nächste Station wäre Vogelsang auf dem Weg nach ins Schleidener Tal, wo das idyllische Örtchen Olef mit sorgfältig restaurierten Fachwerkhäusern und historischer Pfarrkirche. Die Route führt vorbei am Wildgehege Hellenthal zu der typisch gotischen Burg-Tal-Siedlung Reifferscheid, die von mittelalterlichem Flair geprägt ist.

Oldtimer-Ausfahrt geplant

Über Kronenburg mit seiner historischen Burgsiedlung rund um die alten Wehranlagen im obereren Kalltal geht‘s weiter zur Dahlemer Binz, dem Eifelflugplatz, der am ersten September-Wochenende sein 60-jähriges Bestehen feiert.

Blankenheim mit seiner Römer-Villa und dem Schlossweiher wären dann das nächste Ziel, bevor das geschichtsträchtige Bad Münstereifel mit seinem Romanischen Haus und der turbulenten Outlet-Stadtmitte lockt. Besinnung und Ruhe kann man dann in der Bruder-Klaus-Kapelle oberhalb der Mechernicher Ortschaft Wachendorf finden, bevor Kommern mit seinem von Kriegen und Bränden verschonten Ortskern sowie dem nahe gelegenem Freilichtmuseum tiefgreifende historische Eindrücke verspricht.

Die Ritterstadt Nideggen wartet als nächstes Ziel der Route auf mit ihrem mittelalterlichem Flair im Schatten der stolzen Burg und ihren imposanten Stadttoren. Die Häuser aus rotem Sandstein verleihen dem „Tor zur Eifel“ einen unverwechselbaren Charme, bevor der Reisevorschlag via Kermeter, Simonskall und Raffelsbrand (derzeit Baustelle) zum Museumssägewerk nach Zweifall führt.

Dort sind historische Sägegatter und eine Bandsäge zu besichtigen, die am dritten Samstag im Monat (16 Uhr) vorgeführt werden. Zudem kann die Ausstellung mit umfangreichen Erläuterungen zur Waldwirtschaft vergangener Zeiten während der Saison sonn- und feiertags von 11 bis 16 Uhr sowie auf Anfrage besichtigt werden.

Die Erlebnisroute Eifel ist angelehnt an die „Radroute Historische Stadtkerne“, die die Regionalgruppe des Münsterlandes erarbeitet hat. „Dort ist es flach“, schmunzelt Glodowski. In der eher bergigen Eifel biete sich die Erlebnisroute eher als Ausflugstipp für motorisierte Touristen an. „Oder man kann sie auch etappenweise mit dem Fahrrad in Angriff nehmen“, sagt Robert Voigtsberger. „Wir hoffen mit der Erlebnisroute weiter über die Region hinaus bekannt und ein Ziel von Ausflugsgästen zu werden“, sagt der für Tourismus zuständig2e Erste Beigeordnete der Kupferstadt.

Bei Tourist-Infos und im Internet

Auf der Erlebnisroute erzählt jeder Ort seine eigene Geschichte, „und es lohnt sich, Station zu machen und die Sehenswürdigkeiten zu genießen“, betont Voigtsberger. Aber alleine schon die Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft der Eifel mit ihren Wäldern, Wiesen und Feldern ist ein optisches Erlebnis. Angedacht ist bereits eine Oldtimer-Rundfahrt über die Erlebnisroute durch die Eifel.

Eine Broschüre ist in einer Auflage von 5000 Exemplaren bei den Tourist-Informationen der Eifelregion erhältlich oder via Internet als Download zu beziehen. „Die Erlebnisroute Eifel ist ein dynamisches Produkt“, sagt Ideengeber Glodowski. An einer Aktualisierung der Ausflugsziele wolle die Regionalgruppe der Arbeitsgemeinschaft kontinuierlich arbeiten. Immerhin haben die neun Eifel-Perlen noch weitaus mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten.

So hat für die Premiere jede der neun Kommunen ihre Ziel selbst definiert. René Wißgott von der Rureifel-Tourimus hat sie dann als Route zusammengefügt und das Layout gestaltet. Downloads sind bei den Kommunen sowie unter www.monschauerland.de, www.nordeifel-tourismus.de und www.rureifel-tourismus.de zu finden.

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