Erkrankungen des Herzens früh erkennen

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Blick durch das Gantry des neuen CT: Dr. Dolores Hübner, PD Dr. Dr. Christoph Dietrich, Dr. Andreas Bootsveld (2. von links) und Christian Blau (links) freuen sich auf viele interessierte Zuhörer bei den Herzwochen. Foto: Bethlehem Gesundheitszentrum

Stolberg. Das Herz ist eine Superpumpe: Es hält den Blutkreislauf in Gang, damit der Körper mit Sauerstoff, Nährstoffen und Hormonen versorgt wird. Das sind innerhalb von 24 Stunden etwa 7000 Liter Blut, die bewegt werden.

Im Hinblick auf die enorme Leistungsfähigkeit ist es fast schon verwunderlich, wie lange das Herz – zumindest in der Regel – störungsfrei arbeitet. Umwelteinflüsse, Lebensumstände, Veranlagung, aber auch eine längere Lebenserwartung können Gründe sein, warum die Superpumpe „gewartet“ werden muss oder im schlimmsten Falle streikt.

Gefahr früh erkennen

Um Letzteres zu verhindern, hilft die Untersuchung im CT, ein 64-Zeilen-Computertomograph, über den das Bethlehem Gesundheitszentrum seit Kurzem verfügt.

Mit dieser Technologie kann eine drohende Gefahr oftmals frühzeitig entdeckt und abgewendet werden. Ärzte, die mit dem CT arbeiten, werden am Mittwoch, 18. November, um 17 Uhr erklären, warum das bildgebende Verfahren eine entscheidende Rolle bei der Diagnose, der Therapieplanung und Kontrolle, aber auch im Hinblick auf den Ausschluss von Erkrankungen spielt. Unter dem Motto „Herz in Gefahr“ werden im November bundesweit Vorträge über die „Superpumpe“ gehalten. Initiator ist die Deutsche Herzstiftung, die mit einem Infostand die Veranstaltung in der Cafeteria des Krankenhauses bereichern wird.

Die Referenten sind Dr. Andreas Bootsveld, Sektionsleiter für Kardiologie am Bethlehem, sein Kollege Christian Blau und Dr. Dolores Hübner als Chefärztin der Radiologie. Die Mediziner werden erklären, wie ein CT funktioniert, welche Erkrankungen die Fachärzte mit dem Verfahren erkennen können und erläutert wird auch, warum das hoch spezialisierte Verfahren für die Kontrolle des Therapieverlaufs wertvoll ist.

„Mit dem 64-Zeiler können wir eine kardiologische Diagnostik mit hoher Aussagekraft und Detailgenauigkeit vornehmen. Dabei ist die Strahlenbelastung deutlich geringer im Vergleich zu Computertomographen früherer Generationen“, sagt Dr. Andreas Bootsveld.

Enge Zusammenarbeit

„Das Kardio-CT ist derzeit das empfindlichste Verfahren, um Kalkablagerungen der Herzkranzgefäße aufzuspüren oder auszuschließen“, erklärt Dr. Dolores Hübner, Chefärztin der Radiologie. Somit sind die Ärzte wie Hübner, Bootsveld und ihr Kollege Blau in der Lage, den Verkalkungsgrad der Herzkranzgefäße zu bestimmen. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden, ein Kontrastmittel ist überflüssig. Je nach Verkalkungsgrad werden unterschiedliche Risikogruppen bestimmt.

Die technologische Weiterentwicklung allein würde nicht ausreichen, um eine hohe Qualität in der Diagnostik und Behandlung zu erreichen: Grundvoraussetzung ist das enge Zusammenspiel der unterschiedlichen Fachrichtungen. „Wir arbeiten mit der Radiologie Hand in Hand“, betont Dr. Bootsveld, der als Kardiologe zur Klinik für Innere Medizin gehört.

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