Erinnerungen an den Künstler Kurt Pilz

Von: dö/-jül-
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Kurt „Pille“ Pilz 1986 bei einer Ausstellung im Gut Kranensterz. Freunde erinnern an seinen Todestag am 6. Dezember. Foto: J. Lange

Stolberg. Er wurde nur 49 Jahre alt: Am Nikolaustag vor zehn Jahren verstarb der Stolberger Künstler Kurt „Pille“ Pilz. An sein Wirken erinnern möchten Freunde und Künstler aus dem Kupferhof am Alter Markt rund um „AninA“ Marita Cujai am Samstag, 6. Dezember, ab 18 Uhr im Innenhof bei Getränken und mit Musik.

Bei trockenem Wetter soll ein kleiner Feuerkorb mit dem jährlich stattfindend Wunschfeuer entzündet werden. Als „Visionäre Malerei“ bezeichnete Kurt Pilz,der den Künstlernamen „Ananda“ trug und von seinen Freunden „Pille“ genannt wurde, seine Stilrichtung. Pilz, war ein Multitalent. Zu seinem Metier gehörten Malerei, Musik, Astrologie und Schriftstellerei. Er war am 8. März 1955 in der Kupferstadt geboren worden und schuf sich im In- und Ausland einen Namen. Bekannt wurde der Künstler durch zahlreiche Projekte und Ausstellungen. Er erstellte unter anderem großformatige Malereien, brachte als Autor Bücher heraus, schuf Poster und entwarf CD-Cover. Seine für einen Schweizer Verlag erstellten Poster landeten regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Neben spiritueller Musik – Kurt Pilz beherrschte mehrere Instrumente – spielte die Malerei eine große Rolle.

Zur Kunst fand Kurt Pilz bereits in seiner Kindheit. Träume und Visionen bewegten ihn, die er zeichnerisch versuchte umzusetzen. Gelernt hat Pilz den Beruf des Schauwerbegestalters. Studien im Bereich Grafik Design in Aachen und freie Malerei in Köln festigten seine künstlerische Laufbahn. Visionen und Träume wurden zum Auslöser und zum Inhalt seiner Bilder. Sein Kunstschaffen stand dem Surrealismus sehr nahe. Die Themen seiner „Visionären Malerei“ waren vielfältig. Die Darstellung des Lichtes stand dabei im Mittelpunkt.

Die Bilder des verstorbenen Künstlers haben Mehrdimensionalität. Durch die Darstellung mehrerer Ebenen entstand Vielfältigkeit. Kurt Pilz, der stets Individualist blieb und von dem seine Freunde sagten, dass das Talent ihn ihm wohnte, beherrschte das perspektivische Zeichnen. Der Künstler malte in Öl, in Aquarelltechnik, verwendete Acrylfarben und beherrschte die Technik der Grafik und der Radierung. Kurt Pilz verstand es, seine Lebensphilosophie weiterzugeben und andere zu inspirieren.

Er lebte und arbeitete im elterlichen Haus an der Konrad-Adenauer-Straße. Seine letzten beiden Lebensjahre verbrachte der Künstler zurückgezogen. Eine schwere Krankheit hatte ihn zur Aufgabe der geliebten Malerei gezwungen. Gedichte waren jetzt sein Ausdrucksmittel.

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