Erinnerungen an Aufbau nach dem Mauerfall

Von: dö
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Blasmusik und Chormusik zum Ta
Blasmusik und Chormusik zum Tag der Deutschen Einheit: Vor dem historischen Rathaus fand die offizielle Feier statt, bei der die Bürgermeister an die friedliche Revolution im Herbst 1989 erinnerten. Foto: T. Dörflinger

Stolberg/Stolberg. Anders als in den französischen Kommunen, wo die Treffen nicht an einen bestimmten Termin gebunden sind, dreht sich beim Besuch in Stolberg/Harz alles um den Tag der Deutschen Einheit.

Schließlich machte die Wiedervereinigung und die damit verbundene friedliche Revolution in der ehemaligen DDR die gegenseitigen Besuche, die im Wechsel in der Kupferstadt und dem gleichnamigen 1300-Einwohner-Ort im Harz stattfinden, erst möglich.

Diesmal war das Harzer Stolberg an der Reihe, das jetzt für vier Tage der Aufenthaltsort von 120 Kupferstädtern war, die mit Bussen und Privatwagen den rund 480 Kilometer entfernt gelegenen Ort angesteuert hatten. Dort erwartete die Rheinländer ein umfangreiches Programm mit Besichtigungen, geselligen Veranstaltungen, einem ökumenischen Gottesdienst und den Feierlichkeiten anlässlich des Einheitstages.

Begonnen hatte das Programm mit einer Tagestour nach Leipzig, wo eine Besichtigung des Völkerschlachtdenkmals, des neuen Rathauses und der historischen Gebäude und Plätze der Innenstadt anstanden. Hohes Niveau hatte der Comedy-Abend, bei dem Loriot-Sketche präsentiert wurden. Protagonisten der kurzweiligen Aufführung waren Marion und Christiane Jantosch vom Theater „Anderswelt”.

Ansprachen und ein von Chor-, Blas- und Stimmungsmusik dominiertes Programm umrahmten die Feierlichkeiten zum Tag der Einheit, die auf dem Marktplatz stattfand. Dort hatten die Harzer Freunde vor dem historischen Rathaus eine kleine Bühne aufgebaut, auf der die Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, Ulrich Franke und Dieter Sjouts Ansprachen hielten. Übereinstimmender Tenor war die Erinnerung an die revolutionären Ereignisse im Herbst 1989 und die Aufbauarbeit, die von der kleinen Harzer Kommune in den zurückliegenden 22 Jahren geleistet wurde. Einig war man sich auch darin, dass die bisher erfolgreich verlaufene Städtepartnerschaft mit gegenseitigen Besuchen und Veranstaltungen auch in der Zukunft fortgesetzt wird.

Dabei hob Gatzweiler die Verdienste von Ulrich Franke hervor, der nach der Zwangseingemeindung mit Südharz und dem daraus folgendem Verlust der kommunalen Selbstständigkeit seit September 2010 nur noch als Ortsbürgermeister fungiert.

Die hiesigen Stolberger genossen den Aufenthalt in dem gleichnamigen idyllischen Harzort. So fanden beispielsweise die angebotenen Stadtführungen eine große Resonanz, und vom gegenseitigen Gedankenaustausch wurde rege Gebrauch gemacht.

Abgeschlossen wurde der mehrtägige Aufenthalt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Martinikirche und einem Besuch des Auerberges, wo eine Besichtigung des Josephskreuzes, eine von Franz Leopold und Dieter Hohmann auf der Steierischen Harmonika gestaltetes Musikprogramm und Erbsensuppe auf die Gäste warteten. Der Gottesdienst in der Partnerstadt wurde mit dem evangelischen Pfarrer Andreas Hinze und seinem katholischen Kollegen Hans Rolf Funken in der Partnerstadt gefeiert.
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