Erinnerung an Pastor Rick soll erhalten bleiben

Von: Dirk Müller
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Keine Inschrift mehr: Die Erinnerung an Pastor Rick drohte zu verblassen. Foto: D. Müller
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Doch die Pfarrgemeinde St. Hubertus hat jetzt eine neue Marmorplatte mit frischer Inschrift auf dem Sockel des Kreuzes anbringen lassen. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Die Erinnerung an den einstigen Büsbacher Pfarrer und Landdechanten, Anton Rick, drohte zuletzt zu verblassen: Der Inschrift auf dem steinernen Sockel des großen Kreuzes auf dem Büsbacher Friedhof hatte im Laufe der Jahre die Witterung arg zugesetzt, und sie war völlig unleserlich geworden.

Jetzt hat die Pfarrgemeinde St. Hubertus eine neue Marmorplatte mit frischer Inschrift an dem Sockel anbringen lassen, so dass die Erinnerung und das Gedenken an einen besonderen Geistlichen aufrecht erhalten bleiben.

Anton Rick erblickte 1797 in Weisskirchen das Licht der Welt. Im Jahr 1823 wurde Anton Rick schließlich zum Priester geweiht. Nach Büsbach wurde er zunächst als Vikar gesendet, 1832 wurde er Büsbacher Pastor. Bis St. Hubertus 1804 zur Pfarrkirche erhoben wurde, lag die Seelsorge in Büsbach in den Händen von Deservitoren genannten Hilfspfarrern.

Einer von ihnen war Johann Adolph Maximin Otten aus Kornelimünster, der 1798 die Seelsorge der Kuratvikarie Büsbach übernahm. Otten wurde 1804 der erste Büsbacher Pfarrer, und ihm folgte 1831 der aus Merzenich stammende Heinrich Weißweiler, der allerdings nur ein Jahr in St. Hubertus wirkte, bevor er dann beereits wieder nach Reifferscheidt versetzt wurde.

Ende 1832 wurde dann Anton Rick der dritte Pastor der Büsbacher Pfarre. Wie sehr der Geistliche von seiner Gemeinde geachtet und geschätzt wurde, zeigte sich vor allem im Jahr 1844, als Pfarrer Rick in eine andere Gemeinde versetzt werden sollte. Zahlreiche Büsbacher Pfarrangehörige sprachen sich seinerzeit in Bittschriften dafür aus, die Versetzung aufzuheben.

Und das mit Erfolg, denn Rick blieb Pastor in Büsbach, und seine Gemeinde bereitete ihm eine zweite Einführungsfeier. 1845 wurde Anton Rick zum Landdechanten ernannt. Nur sechs Jahre später musste er dieses Amt allerdings in Folge schwerer Krankheit niederlegen. Pastor der Büsbacher Pfarre St. Hubertus blieb Anton Rick, bis er am 25. Juli 1853 starb.

„Das Wort Gottes war in seinem Munde ein Schwert; doch im Gnadenstuhle floss es wie Tau in das Herz des Sünders“, ist auf Anton Ricks Totenzettel vermerkt. Waren die ersten drei Büsbacher Pfarrer noch in der alten Kapelle von St. Hubertus tätig, wurde mit Pastor Ricks Nachfolger ein neues Kapitel aufgeschlagen: Am 27. September 1853 übernahm Jakob Ludwig Massonet aus Eupen die Pfarre, und unter ihm wurde die heute noch bestehende Kirche gebaut, die am 23. Juni 1864 feierlich eingeweiht wurde. In der neuen Pfarrkirche wirkte Pastor Massonet bis zu seinem Tode am 9. November 1881.

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