Engagierte Stolberger sind weiter gesucht

Von: Kolja Linden
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Stolberg. Die Bereitschaft der Stolberger, ehrenamtlich etwas zu leisten, hat selbst Kathrin Michels überrascht. Kaum hatte diese Zeitung am 8. Juni über den Start des Freiwilligenzentrums Stolberg berichtet, da meldeten sich schon acht Kupferstädter bei der Ansprechpartnerin, die für die Caritas in Aachen tätig und für die Freiwilligenzentren zuständig ist.

Ebenso erstaunlich fand Michels, dass sich je vier Männer und Frauen meldeten. Sonst sind bei sozialen Tätigkeiten eher die Frauen in der Mehrheit. „Unsere Adresse hatten die Leute teilweise aus der Zeitung, teilweise hatten sie sie bei der Stadt erfragt, nachdem sie durch die Zeitung von uns erfahren hatten”, ist Michels dankbar.

Stolberg ist neben Aachen die einzige Stadt in der Städteregion, die ein eigenes Freiwilligenzentrum hat. Dieses arbeitet im Rahmen des Projekts „Stärken vor Ort” und wird vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert.

Das Freiwilligenzentrum Stolberg fördert ehrenamtliche Arbeit unter anderem mit einer „Freiwilligen-Börse”. Darin werden einerseits Personen gesucht, die eine wichtige Aufgabe unentgeltlich übernehmen wollen. Andererseits können sich Menschen auch als ehrenamtliche Helfer für bestimmte Tätigkeiten anbieten.

Und weil es in Stolberg nicht bei acht Freiwilligen bleiben soll, gibt es aktuelle Angebote, auf die man sich melden kann: „Wir werden alle einmal alt”, sagt Kathrin Michels, „und im Alter freut man sich über Besuche und Gespräche, über jemanden, der mit einem Kaffee trinkt oder spazieren geht.”

In den Seniorenheimen in Stolberg gibt es vielfältige Möglichkeiten zu helfen. Für Tätigkeiten wie Vorlesen, kreative Arbeiten, Mitmachen bei Ausflügen, Festen und anderen Freizeitaktivitäten werden noch Ehrenamtler gesucht.

Möglichkeiten zu einem freiwilligen Engagement für Kinder und Jugendliche gibt es ebenfalls in Fülle. Gesucht werden derzeit Helferinnen und Helfer zur zeitweiligen Betreuung und Aufsicht von Kleinkindern sowie Ehrenamtler für die schulische Förderung von Kindern. Gesucht werden außerdem Helfer zur Begleitung bei Spiel und Sport und in der Einzelbetreuung, teilt das Freiwilligenzentrum mit.

In den Dienst einer guten Sache könnten Freiwillige auch ihr Verkaufstalent stellen: Zum Beispiel bei der Tätigkeit in einer Kleiderkammer. Das Annehmen, Sortieren und Aufräumen sowie die Ausgabe beziehungsweise der Verkauf von Bekleidung gehören dazu. „Mitbringen sollte man Einfühlungsvermögen, Verschwiegenheit und Teamfähigkeit”, sagt Michels.

Neben diesen konkreten Angeboten können interessierte Stolberger ihre Fähigkeiten aber auch in anderen Tätigkeiten einbringen. Freiwilligenarbeit ist vielseitig, sagt Michels. „Sie haben Organisationstalent, wissen aber nicht, wo sie es anwenden können? Sie haben Lust, etwas zu unternehmen, suchen aber noch die richtigen Partner? Sie möchten mit Menschen umgehen, wissen aber nicht, wer sie dabei unterstützen kann?”

Mit diesen Fragen wirbt das Freiwilligenzentrum um Leute, die mitmachen wollen. Alter und Geschlecht, Beruf oder Kenntnisse spielen dabei kaum eine Rolle.

Auch deshalb freut sich Kathrin Michels: Unter den acht Stolbergern, die sich bisher gemeldet haben, sind junge Leute unter 30 ebenso wie angehende Rentner, Berufstätige genau wie Hartz-IV-Empfänger, die gerne etwas tun möchten. Und es dürfen ruhig noch etwas mehr werden.
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