Emil Sorge öffnet am Wochenende sein Atelierhaus in Breinig

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
10758657.jpg
Der Breiniger, Emil Sorge, gewährt Einblick in sein Atelierhaus und in sein Schaffen: Am Wochenende sind zahlreiche neue Werke des Künstlers an der Corneliastraße zu sehen. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. Derzeit sind seine Werke im Rahmen der internationalen Gemeinschaftsausstellung „Harte Zeiten“ im Dürener Schloss Burgau zu sehen (siehe Infokasten), doch am kommenden Wochenende gewährt der Breiniger Künstler Emil Sorge auch zu Hause Einblicke in sein Schaffen.

Sorge stellt seine Werke im Köln-Bonner-Raum ebenso aus wie in unserer Region. In Aachen, Düren, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau oder Roetgen ist Sorge präsent – nur ausgerechnet in seiner Heimatstadt Stolberg sind seine Werke selten zu sehen. „Ein Grund mehr dafür, dass ich in unregelmäßigen Abständen alle zwei bis drei Jahre mein Atelier öffne“, sagt Sorge.

„Strandgut“

Am Samstag, 5., und Sonntag, 6. September, zeigt der Künstler jeweils von 11 bis 19 Uhr unter anderem neue Werke unter dem Titel „Strandgut“, was durchaus metaphorisch verstanden werden kann: Denn das Strandgut steht auch für Ideen und Inspirationen, die das Leben an den persönlichen Schaffensstrand Sorges spült. Und Sorges Malerei regt zum Nachdenken an. Im Falle des „Strandguts“ über Umweltverschmutzung oder Naturkatastrophen in Zusammenhang mit dem vom Menschen herbeigeführten Klimawandel.

Unverwechselbarer Stil

Besonders spannend an dem offenen Atelier sei allerdings, dass es sich nicht um eine in sich stimmige Ausstellung handele, meint Sorge: „Es gibt nicht das eine Thema. Die Bilder sind nicht zusammenhängend, sondern ein Querschnitt, von dem, was ich mache, ist zu sehen.“

Also sowohl abstrakte als auch freie Malerei, die in Sorges unverwechselbarem Stil die Grenze zwischen Abstraktem und Gegenständlichem aufbricht. In Aquarellen, Gouachen und Holzreliefarbeiten thematisiert der Künstler in Stadtansichten Tristesse, Anonymität und Vereinsamung der Bewohner. Chaos, Vergänglichkeit und Katastrophen setzt Sorge mit kunstvoller Ästhetik um und macht so auf Problematiken aufmerksam, ohne den Zeigefinger zu erheben.

Farbliche Akzentuierungen strahlen bisweilen Hoffnungsschimmer aus, Sorges strukturelle Malerei bannt das Chaos. Nachdem der Breiniger 25 Jahre lang ausschließlich abstrakt gemalt hat, erfand Sorge sich erst im vergangenen Jahr neu und begann, gegenständlich zu malen, wobei er sich der Form- und Farbsprache seines abstrakten Schaffens bedient. Die mitunter harte Wirklichkeit der realen Welt bildet er allerdings nicht ab, sondern bringt sie durch eigene Interpretation zum Ausdruck und vermittelt sie dem Betrachter seiner Werke.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert