Eltern sollen zu Bedarf nach Gesamtschule befragt werden

Von: Kolja Linden
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Stolberg. Braucht Stolberg eine Gesamtschule oder nicht? Diese Frage klären wollte die CDU-Fraktion im Stadtrat - und zwar noch vor der Kommunalwahl am 30. August.

Im Juni haben die Christdemokraten deshalb beantragt, die Verwaltung möge ein detailliertes Konzept zur möglichen Einrichtung einer Gesamtschule erarbeiten und dabei zu klären, unter welchen Voraussetzungen dies geschehen könne, ob Ganztagsbetrieb möglich wäre, mit welchen Kosten das verbunden wäre und wie sich eine Gesamtschule auf die anderen Schulen im Stadtgebiet auswirken würde.

Eine klare Antwort auf diese Fragen könne die Verwaltung aber gar nicht geben, heißt es in der Antwort von Schuldezernent Dr. Wolfgang Zimdars, die der Schulausschuss in der Sitzung am Dienstag (17 Uhr im Ratssaal) thematisieren wird. Die Beantwortung der meisten gestellten Fragen hänge nämlich von der Prognose für das Schulwahlverhalten ab, und diese sei hier nicht möglich, so Zimdars.

Als Grund führt der Schuldezernent die derzeitige vollkommene Umwälzung der Schullandschaft an. Normalerweise nämlich leite man Prognosen von dem Schulwahlverhalten der Eltern in der Vergangenheit ab. Da dies aber zuletzt geprägt war von den Alternativen zwischen auswärtigen Ganztagsgesamtschulen und mehrheitlich Stolberger Halbtagsschulen, sei eine Prognose schwer möglich, denn eine neue Gesamtschule könne derzeit nur im Halbtagsbetrieb angeboten werden, während die meisten Stolberger Alternativen gerade auf Ganztagsbetrieb umrüsten. Neue Gesamtschulen im Ganztagsbetrieb werden derzeit nicht genehmigt, ergo auch nicht gefördert.

Zwar würden derzeit pro Jahrgang rund 130 Stolberger Schüler eine Gesamtschule außerhalb des Stadtgebiets besuchen, ob die für eine neue Gesamtschule erforderliche Zahl von 112 Schülern unter den oben genannten Bedingungen zustande käme, sei jedoch ohne eine Elternbefragung nicht zu überprüfen.

Auch der mögliche Standort für eine neue Gesamtschule sowie die damit verbundenen Kosten seien ohne Elternbefragung nicht zu ermitteln. Das gleiche gelte für mögliche Auswirkungen auf andere Schulformen. Nicht auszuschließen sei, so Zimdars, dass im Falle einer Schließung oder Umnutzung einer bestehenden Schule zugunsten einer Gesamtschule Fördermittel zurück zu zahlen seien.

Die Kosten für eine Elternbefragung beziffert Zimdars auf 6000 Euro.
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