Eltern lichten kleinen Wald

Von: Jürgen Lange
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Der Kontrast zwischen bemaltem Putz und frei gelegtem Bruchstein macht sich ganz gut: Die Arbeiten am Schulhof nehmen Fahrt auf. Foto: J. Lange

Stolberg. Den ersten größeren Schritt zur Sicherung eines attraktiven Schulhofes unternimmt die Schulfamilie an der Hermannstraße in zwei Wochen. Dann werden Eltern, große Brüder, Freunde und Gönner in Zusammenarbeit mit einer Gartenbaufirma das kleine verwilderte Wäldchen durchforsten, das ein abwechslungsreicher Bestandteil eines richtig schönen Schulhofes werden soll.

Die Träume von einem attraktiven Außengelände vor der soeben umfangreich erweiterten Grundschule hatten einen herben Dämpfer erlitten, als der Stadtrat angesichts der festgestellten drohenden Überschuldung der Kupferstadt auch bei den Plänen zu einer Gestaltung des Hofes der Internationalen Begegnungsschule den Rotstift ansetzte. Seitdem ist Rektorin Renate Krickel auf Sponsoren, gute Ideen und Flexibilität angewiesen, um den rund 240 Schülern aus 26 verschiedenen Ländern ein zeitgemäßes Angebot in der Pause anbieten zu können.

Ein gutes Stück mehr an Flexibilität und Größe gewinnt nun der Schulhof durch die Integration des Wäldchens, das bislang außen vor in einer Ecke der Eschweilerstraße lag. Zur Straße hin wird das Gelände von der Stadt durch einen neuen Zaun abgegrenzt; zum Gebäude hin wird es in den Schulhof integriert und die Wildnis gelichtet. Das geschieht in zwei Wochen in Eigeninitiative der Schulgemeinschaft. Die wird ebenfalls für den Abriss der alten, maroden Mauer an der Kopfseite des Geländes sorgen, die durch die neue Umzäunung der Außenlinie möglich wird.

Einen kleinen, aber attraktiven Fortschritt macht bereits die seitliche Mauer des Schulhofes. Der herabfallende Putz ist entfernt, und eigentlich bräuchte das schmucke Bruchsteinmauerwerk nur neu verfugt zu werden, um ein attraktives und zeitgemäßes Bild abzugeben. Noch sind die Arbeiten allerdings nicht ganz vollendet.

Was mit der räumlichen Vergrößerung des Schulhofes allerdings noch nicht gelöst sein wird, ist das Problem seiner Ausgestaltung mit Spielmöglichkeiten für die Kinder. „Dazu sind wir einfach auf die dringende Mithilfe von Sponsoren angewiesen”, würde sich Renate Krickel und der Förderverein der Grundschule Hermannstraße über finanzielle wie fachliche Unterstützung freuen.

Angedacht sind schon einmal eine Bewegungslandschaft in Zusammenarbeit mit der Jugendberufshilfe, in der die Kinder sich einfache Sachen selbst bauen können, und ein Friedensgarten als Raum der Ruhe und Konfliktlösung, sowie ein Klettergerüst und Kleinspielfeld. Aber das sind bislang Träume für die Hermannschule die ohne Mithilfe von Sponsoren nicht Realität werden können.
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