Stolberg - Elisabeth Leiberger-Wunsch liest Erinnerungen aus ihrer Kindheit in Stolberg

Elisabeth Leiberger-Wunsch liest Erinnerungen aus ihrer Kindheit in Stolberg

Von: dö
Letzte Aktualisierung:
15875299.jpg
Elisabeth Leiberger-Wunsch stellte jetzt aus ihrem Buch „Stadt meiner Kindheit ...“ einige Episoden und Kapitel vor. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Elisabeth Leiberger-Wunsch ist eine gute Erzählerin. Ihr Talent, Kindheits- und Jugenderinnerungen anschaulich und nachvollziehbar zu präsentieren, stellte die 77-Jährige jetzt eindrucksvoll anlässlich von zwei Buchlesungen in Stolberg unter Beweis.

Ort der Lesungen waren zeitversetzt die Stadtbücherei an der Frankentalstraße und die Senioreneinrichtung Amselweg auf der Liester. Beide Orte nutzte Leiberger-Wunsch, die derzeit in Bendorf bei Koblenz lebt, um ihr im vergangenen Jahr erschienenes Buch „Stadt meiner Kindheit - Stolberg-Rheinland von 1940 bis 1958“ vorzustellen sowie mit spontanen Erzählungen und Hintergrundinformationen anzureichern.

Kindheit in Münsterbusch

Schließlich hat die Autorin ihre Kindheit und Jugend in Münsterbusch verbracht und diese damit verbundenen Erlebnisse und Beobachtungen nachhaltig gespeichert. Ebenso wie in ihrem Buch schilderte die 77-Jährige den Besuchern - rund 40 an der Zahl - ihre Erlebnisse aus der Sicht eines Kindes: eines Kindes, das eine gute Beobachtungsgabe besaß und mit viel Fantasie und feiner Ironie ausgestattet war.

Und so spielten die Dinge, die die kleine und später jugendliche Elisabeth in den 1940er und 1950er Jahr wahrgenommen hatte, auch bei den Lesungen eine große Rolle. Die Lesung in der Stadtbücherei war auf Initiative des dortigen Fördervereines zustande gekommen.

Beengte Verhältnisse

Dinge, die von den beengten und bescheidenen Wohnverhältnissen an der Prämienstraße, den dortigen Geschäftslokalen und den damit verbundenen Personen sowie der Schulzeit und dem künstlerischen Talent des Vaters geprägt waren.

Die vorwiegend älteren Besucher waren von den Schilderungen begeistert. Die Beschreibungen der redegewandten und dynamischen Autorin regten die Zuhörer dazu an, in ihren eigenen Jugenderinnerungen zu kramen und damit verbundene Erlebnisse dann ebenfalls zum Besten zu geben.

Denn nur wenig anders oder sogar ähnlich ist ihre Biografie und ihr Leben in der unmittelbaren Nachkriegszeit verlaufen: „Für mich und meine Gäste war das eine Reise in die Vergangenheit. Verbunden mit ein wenig Nostalgie, aber auch kritischer Distanz und Beurteilung“, versicherte Leiberger-Wunsch, die sich darüber freute, dass sie besonders in der Liester-Senioreneinrichtung auf zahlreiche alte Bekannte und Freunde traf.

Außerhalb der Lesungen nutzte die in Bendorf lebende Autorin ihren Kupferstadt-Aufenthalt für einen Kurzbesuch zu den Stätten ihrer Kindheit und Jugend. Begleitet wurde sie dabei von einem Fernsehteam des WDR, das sich mit den Orten ihrer Biografie auseinandersetzte und die Szenen aufzeichnete.

Im Rahmen der Sendung „Lokalzeit“ sollen diese Filmsequenzen demnächst ausgestrahlt werden. Das Buch „Stadt meiner Kindheit - Stolberg-Rheinland von 1940 bis 1958“ kostet 9,95 Euro und kann in der „Bücherstube am Rathaus“, Wolfgang Krüpe, Rathausstraße 4, erworben werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert