Elf Stationen bieten einen Einblick in das Berufsleben

Von: dim
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Wie hier bei Prym erhielten die Schüler bei der Nacht der Ausbildung Informationen von Auszubildenden und jungen Mitarbeitern aus erster Hand. Foto: D. Müller

Stolberg. Sie sind mit „Shuttle-Bussen“ von einer angesagten „Location“ zur nächsten gefahren, haben aber nicht die Nacht zum Tage gemacht, sondern genau das Gegenteil: Zahlreiche junge Leute waren bereits am Nachmittag in der Kupferstadt unterwegs, um sich bei der „2. Stolberger Nacht der Ausbildung“ zu informieren.

Die Aktion erfreut sich bei den Jugendlichen wachsender Beliebtheit, und auch das Angebot ist gewachsen: Hatten an der ersten Auflage der Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Stolberg, der Bundesagentur für Arbeit Aachen-Düren und der Industrie- und Handelskammer Aachen noch sieben Kupferstädter Unternehmen teilgenommen, so öffneten diesmal elf Firmen ihre Tore.

Geografisch erstreckte sich das Angebot von Schwermetall am Breiniger Berg bis zu Kerschgens in der Atsch. Thematisch konnten Schüler sich über 22 verschiedene Ausbildungen etwa im kaufmännischen oder mechanischen Bereich sowie duale Studien informieren. Einer von ihnen war Cedric Greven, dessen Fazit sehr positiv ausfiel: „Durch die Nacht der Ausbildung wird mir bewusst, wie viele Möglichkeiten es in Stolberg gibt. Ich dachte, um solche Ausbildungschancen zu bekommen, müsste ich nach Köln gehen oder zumindest nach Aachen.“

Der 17-Jährige besucht derzeit noch das Berufskolleg Eschweiler. An die Stolberger Nacht der Ausbildung ist er sehr planvoll herangegangen. „Zuerst habe ich mich auf der Internetseite der Ausbildungsnacht umgesehen und bin dann auf die Homepages der teilnehmenden Betriebe gegangen“, erklärte Greven. Da ihm Mathematik und Betriebswirtschaftslehre liegen und viel Spaß machen würden, habe er sich gezielt über Möglichkeiten für kaufmännische Ausbildungen schlau machen wollen. „Ich war bei Leonie und Aurubis“, berichtete er bei Mäurer & Wirtz in den Dalli-Werken. Dort fand Greven seinen persönlichen Favoriten: „Das duale Studium ,Betriebswirtschaft Plus‘ reizt mich sehr, da man in vier Jahren Studium und Ausbildung absolvieren kann. Dalli ist zudem ein international arbeitendes Unternehmen, was ich ebenfalls sehr interessant finde.“

Bei anderen Jugendlichen stehen eher die mechanischen oder elektronischen Ausbildungsgänge hoch im Kurs. Welche Voraussetzungen sie mitbringen müssen, was genau in Ausbildung und Beruf geschieht und viele weitere Informationen erhielten sie in den Betrieben quasi aus erster Hand, denn zum Konzept der Veranstaltung zählt, dass den Schülern Auszubildende und junge Mitarbeiter al Ansprechpartner zur Verfügung stehen. In den Shuttle-Bussen, die auch bei der Berzelius Bleihütte, der Energie- und Wasserversorgungs (EWV) und den Unternehmen Prym, KMD Connectors Stolberg und Saint-Gobain Halt machten, konnten die Schüler sich zudem von Mitarbeitern der Agentur für Arbeit beraten lassen.

Mit einem Shuttle-Bus unterwegs war auch Ada-Sophia Luthe vom Bildungsbüro der Städteregion, um die einzelnen Stationen zu besuchen. „Für die Achtklässler aller weiterführenden Schulen ist jetzt die so genannte Berufsfelderkundung Pflicht. Sie sollen drei Berufsfelder in ihrer Schulzeit kennenlernen, und die Stolberger Nacht der Ausbildung ist dafür optimal, da an einem Tag viele Berufe in den unterschiedlichen Betrieben vorgestellt werden“, zielte Luthe auf eine weitere Neuerung in der Ausbildungsnacht ab: In den Unternehmen können die Schüler sich die Teilnahme an der Berufsfelderkundung detailliert bescheinigen lassen.

Während dem Duft von Mäurer & Wirtz beziehungsweise Dalli mehr als 200 junge Menschen folgten, war der Zuspruch bei anderen Stationen zum Teil um einiges geringer. Zufrieden waren die beteiligten Unternehmen aber trotzdem. „Bei uns war der Andrang nicht ganz so groß, aber wir waren durchaus frequentiert. Und vor allem: Die Schüler waren vorbereitet und hoch interessiert“, resümierte etwa Yvonne Rollesbroich von der EWV. „Wir freuen uns über jeden einzelnen Schüler, der sich für einen gewerblich-technischen Beruf interessiert“, sagte Bernd Röhmer, Ausbildungsleiter bei Prym. „Gerade in diesem Bereich ist es so, dass sich nicht nur Schüler um Ausbildungsplätze bewerben – auch Unternehmen bewerben sich um Auszubildende.“

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