Eisenbahnfreunde wecken Erinnerung an längst abgerissene Bahnhöfe

Von: chh
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Der regionalen Verkehrsgeschichte auf der Spur: Roland Keller ging beim „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“ im Foyer des Hauptbahnhofs besonders auf die Geschichte der Strecke Stolberg-Kohlscheid ein. Bereits 1980 war deren letzter Rest Geschichte. Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Bahnhöfe sind Sehnsuchtsorte – ganz besonders für die, die sich an jedem dritten Sonntag im Monat ab 10.30 Uhr beim „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“ um Organisator Roland Keller und seine Mitstreiter im Foyer des Hauptbahnhofes versammeln.

Während draußen ICE-Triebwagen vorbeirasen und die Dieselzüge der Euregiobahn neue Fahrgäste einsammeln, steuern sie ganz andere Ziele an und lassen Züge und Strecken aus fernen Zeiten oder Ländern an sich vorüberziehen, behalten dabei aber immer die Spuren der Geschichte in der Kupferstadt im Auge.

Jetzt steuerten die Enthusiasten ein Ziel an, das es so spätestens seit 1980 nicht mehr gibt: die Verbindung, die einst von Stolberg über Würselen nach Kohlscheid führte. Kenntnisreich präsentierte Roland Keller seinen Zuhörern nicht nur eine historische Streckenkarte, sondern auch Bilder von inzwischen längst abgerissenen Bahnhofsgebäuden.

Doch nicht nur das: Der Viadukt von Teuterhof, der einst bei Würselen-Schweilbach die Straße überspannte, spielte eine prominente Rolle – wie auch die Sprengung anno 1967.

Denn wo Keller und die Seinen einladen, da wird dem meist ebenso fachkundigen Publikum reichlich gegeben. Damit aber noch nicht genug: Bergwerke wie die Zeche Kämpchen, die dem Kohlscheider Ortsteil den Namen gab, erläuterte der Kenner mit der selben Liebe, die er dem Schienenverkehr zukommen ließ. Tüpfelchen auf dem i: ein Farbfilm, der den Werksbahnbetrieb mit Dampfloks auf dem Netze von Zeche und Kokerei Anna in Alsdorf dokumentierte.

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