Stolberg - Eisenbahnfreunde tauchen ein in die Bahn-Vergangenheit

Eisenbahnfreunde tauchen ein in die Bahn-Vergangenheit

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Kann Eisenbahngeschichte ausgesprochen spannend referieren: Roland Keller präsentierte beim jüngsten Treff im Hauptbahnhof „15 Jahre Euregiobahn“. Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Nach und nach nehmen die Männer auf den grünen Sesseln im Foyer des Stolberger Hauptbahnhofs Platz – so um die 15 finden sich schließlich ein. Zusammengebracht hat sie die Liebe zu dem Verkehrsmittel, das in Hör- und Sichtweise selbst am Sonntag hier vorbeifährt: Die Eisenbahn nicht nur, aber auch in der Kupferstadt zieht das Interesse ihrer Freunde auf sich.

Organisiert hat das Treffen ein Stolberger, der sich wie nur wenige Andere sonst in der Historie des Öffentlichen Personennahverkehrs in und um Stolberg auskennt: Roland Keller. Das Thema des Treffens hat durch den Ringschluss vor ein paar Wochen besondere Aktualität und eine ganz speziellen Ortsbezug erhalten: „15 Jahre Euregiobahn“. Es gibt erst ein paar kurze Filme zur Einstimmung. Einen zur Einstellung der Strecke Stolberg-Herzogenrath (der beim Ringschluss reaktivierte Abschnitt zwischen St. Jöris und dem Hauptbahnhof gehört dazu) aus 198/85 von Horst-Dieter Heidenreich, dann eiin paar Führerstandsmitfahrten von Achim Ferrari aus dem Jahr 2006.

Die Zuschauer tauchen begeistert ein in die Vergangenheit und freuen sich wie die Schneekönige, als ein alter TEE-Triebwagen der Baureihe 601 vor dem Hintergrund der einstigen Alsdorfer Kokerei Anna in aller Pracht und Herrlichkeit durchs Bild rollt. Wenngleich Roland Keller und seine Mitstreiter einen klaren Bild für die Geschichte und die Erinnerung an sie ganz bewusst pflegen, verlieren sie darüber die jüngere Geschichte und erst recht nicht die Gegenwart aus dem Blick. Diesen Part übernimmt in diesem Fall Stammtisch-Initiator Keller selber. Aus seinem gigantischen Foto-Fundus fügt er Dokument an Dokument, und hat so schließend eine packende Diaschau zusammen, die er mit Hilfe seines Computers im Raum hinter dem Servicepoint des Bahnhofs auf einem Bildschirm ablaufen lässt. Denn der Frühschoppen bietet kein Winkelglück für spleenige Gestalten, die hier mit direktem Gleisanschluss ihre Macken pflegen. Hier wird ausgesprochen spannend erzählt, oft bis immer mit direkter Rückbindung an Stolbergs Entwicklung.

Dass Keller und die Seinen bei aller Liebe zu Fahrzeugen und Gleisstrecken den Blick für den Gang der Dinge ringsum nie aus dem Blick verlieren, ist Ehrensache. Und darum dürfen engagierte Fans wie Neueinsteiger den nächsten Termin (siehe Infotext) eigentlich nicht aus den Augen verlieren.

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