Einsatz in 15 Metern Höhe: Brand in Filteranlage

Von: dim/red
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Bei einem Brand in einem Betrieb am Breiniger Berg waren am Dienstagabend rund 40 Einsatzkräfte vor Ort. Symbolfoto: dpa

Stolberg. Schwieriger Feuerwehreinsatz in Stolberg: In der Filteranlage des Halbzeugwerks Schwermetall am Breiniger Berg war am Dienstagabend ein Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten gestalteten sich nicht gerade einfach: Die brennende Anlage lag in etwa 15 Meter Höhe.

Gegen 21.05 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Rund 40 Einsatzkräfte rückten auf dem Firmengelände an. Dort war in 15 Meter Höhe ein Brand innerhalb des Stahlgehäuses einer Filteranlage entfacht, und rund 40 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache an der Kesselschmiede sowie der Löschgruppen Breinig, Dorff, Venwegen und Mausbach waren unter Einsatzleitung von Brandoberinspektor Karl Köhnen mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Unmittelbar nach Eintreffen der Feuerwehr wurde das Filtergehäuse mit Löschwasser aus dem Korb der Drehleiter und zwei weiteren Schläuchen vom Boden aus gekühlt. Anschließend wurde der Filter über eine interne Löschleitung mit Wasser geflutet.

Zur Kontrolle, ob noch weitere Glutnester im Filter vorhanden sind, wurde der Filter von den Einsatzkräften geöffnet. Neben Andreas Dovern, Leiter der Stolberger Feuerwehr, machte sich auch Kreisbrandmeister Bernd Hollands vor Ort ein Bild der Lage und der Löschmaßnahmen. Der Einsatz der Feuerwehr wurde gegen 23.30 Uhr beendet.

Brandentwicklung in einer Filteranlage bei Schwermetall beschäftigte die Feuerwehr nicht zum ersten Mal. Im Jahr 2013 kam es in Juli und August gleich zu zwei derartigen Vorfällen in kurzer Reihenfolge.

Grundsätzlich sei es „eine durchaus sportliche Aufgabe“, die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass eine der Filteranlagen in Brand gerät, erklärte Dr. Karsten Neumann, Technischer Direktor für wärmebehandelte Stahlgussstücke bei Schwermetall. „Wir haben bereits umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um dies zu verhindern. Nach dem Glimmbrand am Dienstag werden wir eine technische Ursachenermittlung durchführen, damit wir gegebenenfalls weitere Maßnahmen angehen können.“

Die Öfen, in denen Kupfer geschmolzen wird, würden abgesaugt, und ein Funkenabscheider solle Feuer in den Filteranlagen verhindern. „Anscheinend hat wohl dennoch ein Funke den Abscheider passiert, und begünstigt durch den heißen Luftstrom ist der Glimmbrand entstanden“, erläutert Neumann.


Schwermetall-Geschäftsführer Dirk Harten sagt, er rechne damit, dass in der vom Brand betroffenen Gießanlage die Produktion zum Wochenende wieder aufgenommen werden könne. „In den beiden anderen Gießanlagen läuft die Produktion ohnehin reibungslos weiter.“


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