Einheitliche Gestaltung: Leitfaden für die Innenstadt wird erarbeitet

Von: Jürgen Lange
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Aufsteller, Auslagen, Autos, Fassaden, Passanten, Reklame: Für die Innenstadtachse soll ein Gestaltungshandbuch erarbeitet werden. Foto: Jürgen Lange

Stolberg. „Wenn die Leute von ihren schönen Urlaubsorten schwärmen, wissen sie meist nicht, was dahinter steckt“, sagt Andreas Pickardt. In der Regel ist es ein dickes Handbuch mit Vorschriften, Auflagen und Hinweisen, wie in Kernbereichen Fassaden, Schaufenster, Reklame und Auslagen zu gestalten sind.

Die Erarbeitung eines solchen Gestaltungshandbuchs packt jetzt auch die Kupferstadt für ihre Innenstadtachse von der Mühle bis zum Willy-Brandt-Platz an. „Dabei ist die Frage noch offen, was in Stolberg vorgeschrieben werden sollte und was angeraten bleibt“, verdeutlicht der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung.

Dazu und zu weiteren Merkmalen der zukünftigen Ausgestaltung der Innenstadt sollen die Stolberger ein gewichtiges Wort mitreden, wenn am morgigen Mittwoch um 18.30 Uhr bei einer Planungswerkstatt zunächst Grundsätzliches erläutert wird, bevor die Details gemeinsam erarbeitet werden sollen. Ziel ist es, mit einem einheitlichen Gestaltungsleitfaden die städtebauliche Qualität entlang der Einkaufsachse nachhaltig zu verbessern. Der Leitfaden soll Bauherren, Eigentümer und Geschäftsleute sensibilisieren und ihnen eine Entscheidungshilfe bei der Gestaltung von Außenflächen und -gastronomie sowie von Präsentations- und Fensterflächen sein. Ein hochwertiges und aufeinander abgestimmtes Stadtbild, das Besuchern eine angenehme Aufenthaltsqualität vermittelt, soll geschaffen werden.

Dabei geht es von kleinen Details bis hin zu tiefgreifenden Eingriffen in die Gestaltung von Hausfassaden. Sie bieten in der Innenstadt oberhalb der Schaufenster oft noch den schmucken Charme der Kaiserzeit. Aber in einigen Fällen raubt die Ansicht von Ladenlokalen oder Reklametafeln den historischen Gebäuden ihren Charakter. Den sollen die Häuser zumindest nach außen hin auch dann behalten, wenn sie in ihrem Inneren zeitgemäß umgebaut werden.

Werkstatt morgen Abend

Ein anderes Beispiel, das Pickhardt anspricht, ist die Gestaltung von Geschäftsauslagen. Wie können sie so positioniert und (einheitlich) präsentiert werden, dass das Gewerbe profitiert und Passanten Platz zum Flanieren und Erleben des Stadtraums bleibt? Ist es sinnvoll und erstrebenswert, bei der Bestuhlung von Außengastronomie in der Innenstadt oder in einzelnen Quartieren einheitliches Mobiliar (gehobenen Standards) zu verwenden?

Nach einer Analyse sollen morgen mit den Bürgern erste Ansätze für solch ein Gestaltungshandbuch erarbeitet werden, auf dessen Basis möglicherweise auch ein Förderprogramm zur Umsetzung aufgelegt werden könnte.

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