Einfach in den Wilden Westen eintauchen

Von: Julia Faymonville
Letzte Aktualisierung:
12284785.jpg
Tauchen regelmäßig ein als echte Skunks in das Westerleben bei den Copper-City Pioneers (v.l.): Husky Bob ( Jürgen Schultes), Squirrel (Ronja Schultes) und Bo-Haska (Peter Mehlkopf) in einer Trapperlodge. Foto: J. Faymonville
12284782.jpg
Das Innere eines der Indianer-Tipis, wie sie zuhauf auf dem Gelände der Copper City Pioneers nahe von Zweifall zu finden sind. Foto: J. Faymonville

Stolberg-Zweifall. Sie nennen sich „Stinktiere“. Seit 30 Jahren treffen sie sich regelmäßig. Und, da es sich um „Western“-Freunde handelt, die die nordamerikanische Lebensweise um 1800 nachleben, haben sie ihren Namen ins Englische übersetzt.

Die „Skunks“ haben ihr Lager von Mittwoch bis Sonntag in der Zweifaller Finsterau aufgeschlagen. Dort befindet sich die kleine „Westernstadt“ der Copper City Pioneers, dem Stolberger Country- & Westerntanzverein.

Die Teilnehmer des Hobbyisten-Treffens kommen aus aller Welt nach Zweifall. Das Gelände der Copper City Pioneers ist in der Szene bekannt. Bis zu 35 Tipis und Trapperlodges sind in diesen Tagen neben der Ranch und dem Saloon aufgebaut. Die „Skunks“, aber auch Gäste, die sich für die Lebensart der ehemaligen Indianer und Siedler begeistern, übernachten in ihnen – manchmal auf einer Luftmatratze, aber meistens auf Büffelfell. Das Essen wird in einem Kochzelt genau wie vor 200 Jahren gekocht.

„Es soll alles so authentisch wie möglich sein“, sagt Sigi Kress ,Vorsitzender der Copper City Pioneers und Mitglied der „Skunks“. „Unsere Outfits und fast alle Gegenstände, die wir während der Veranstaltung benutzen, sind handgemacht und wurden genauso vor 200 Jahren verwendet.“

Ein Highlight des Hobbyisten-Treffens ist der sogenannte Trapperlauf. Dabei müssen die Teilnehmer unter anderem die Funktionsweise der Traps, also der Fallen, mit denen die früheren Trapper zum Beispiel Biber fingen, erklären und diese auch aufbauen. „Natürlich fangen wir heute keine echten Tiere mehr. Es geht um das historische und technische Verständnis das unter Beweis gestellt wird“, betont Skunks-Mitglied Peter Mehlkopf alias Bo-Haska. „Dieser Name bedeutet so viel wie „Langhaar“. Wir geben uns alle einen Hobbynamen. So heißen wir dann während unseren Veranstaltungen.“

Die meisten Teilnehmer reisen mit ihrer Familie an und bringen teilweise auch ihre Kinder mit. Ronja Schultes, die sich bis Sonntag Squirrel nannte, sagt: „Ich bin mit den Skunks und ihren Veranstaltungen aufgewachsen, und es begeistert mich auch heute noch, für einige Tage in diese andere Lebensart einzutauchen“. Ihr Vater Husky Bob, der eigentlich Jürgen Schultes heißt, ist von Anfang an dabei.

Saloon und Whiskey-Bar

In Zweifall sind die „Skunks“ einmal im Jahr für mehrere Tage und einmal zu einem Bankett im hauseigenen Saloon zu Besuch. „Das Gelände von den Copper City Pioneers hier in Zweifall ist aufgrund seiner Größe, des Saloons und seit neustem auch der Whiskey-Bar schon etwas Besonderes für uns“, sagt Gründungsmitglied Bo-Haska.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert