Eine wunderschöne Oase mitten in Breinig

Von: Heike Eisenmenger
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Ein kleines Paradies in Breinig: Die 2400 Quadratmeter Garten der Comuths an der Wilhelm-Pitz-Straße 38 konnten jetzt im Rahmen des „Tags der offenen Gartentür“ besichtigt werden. Foto: H. Eisenmenger
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Ein kleines Paradies in Breinig: Die 2400 Quadratmeter Garten der Comuths an der Wilhelm-Pitz-Straße 38 konnten jetzt im Rahmen des „Tags der offenen Gartentür“ besichtigt werden. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Breinig. Süß und schwer liegen die Blumendüfte in der Sommerluft. Der Garten von Walter und Margret Comuth ist ein Fest für Nase, Augen und auch die Ohren, denn die opulente Blütenpracht zieht auch Insekten an, deren leises Summen etwas Beruhigendes hat.

Auf 2400 Quadratermetern präsentiert das Ehepaar an der Wilhelm-Pitz-Straße 38 eine Pflanzenwelt, die eine schier überquellende, aber nicht überladende Fülle an Farben, Formen und Düften bietet.

Anlässlich de siebten Auflage des „Tags der offenen Gartentür“ haben die Comuths ihr Anwesen für die Öffentlichkeit geöffnet. Insgesamt 14 Gärten in der Region beteiligen sich. „Man lernt nette Menschen kennen und lernt selbst Neues dazu“, sagt die Steuerberaterin im Ruhestand. Ihr Mann begrüßt derweil Bekannte, die mit der Kamera im Anschlag nur darauf warten, die Pracht einzufangen.

Es herrscht ein Kommen und Gehen. Doch trotz der zahlreichen Besucher wird die Ruhe, die der Garten verströmt, nicht gestört. Andächtig flanieren versierte Gartenfreunde wie auch Neueinsteiger entlang kleiner, verschlungener Pfade, verweilen mal hier, mal dort. Es gibt unendlich viel zu sehen. Wie viele Pflanzensorten die Comuths in ihrem Garten haben, können sie beim besten Willen nicht sagen.

Nur bei den Rosen herrscht Sicherheit. Die Dornen ummantelten Schönheiten sind die Lieblingsblumen des Hausherrn. „150 Sorten werden es sein“, sagt der agile 78-Jährige, der ein großer Fan des Rosendorfs im holländischen Lottum ist. „Es ist unglaublich: Ein ganzes Dorf voller Rosen, alles blüht und wächst oder ist verziert mit Rosen“, schwärmt der Breiniger, der das Rosenfestival vom 8. bis 11. August nicht verpassen wird.

Während sich der gelernte Konstrukteur und EDV-Fachmann um die Rosen kümmert, ist seine Frau für die Buchsbäume zuständig, den „Rest“ teilen sie sich. Zum Garten gehören mehre kleine Pavillons mit viel Glas, die wie Inseln in einem Meer von Blüten erscheinen. Den optischen Mittelpunkt bildet ein Teich, während im oberen Bereich des Gartens eine Art Rosenweg den Abschluss setzt. Der Boden des Rosengartens ist mit Naturstein versehen, umsäumt von niedrig wachsenden Pflanzen, die einen Kontrast zu den Rosen bilden. Von einer Parkbank aus kann man den Blick über die Pracht schweifen lassen und das gesamte Anwesen sehen. Das Bruchsteinhaus der Comuths, umrahmt von großen, alten Bäumen, wirkt da fast wie ein französisches Landhaus.

Einen Dschungel vorgefunden

Als Walter und Margret das Haus 1985 erwarben, stand das Unkraut zwei Meter hoch. „Ein wahrer Dschungel“, erinnert sich Walter Comuth, der vier Jahre lang werkelte, bis das marode Haus bezugsfertig war. Seither wächst der Garten beziehungsweise wurde zu dem, was er heute ist. „Klar, dass so ein Garten viel Arbeit macht: Gleich nach dem Frühstück sind wir draußen“, berichtet er.

Verzaubert vom Grundstück ist auch das Ehepaar Hürtgen aus dem Hürtgenwald. „Wir sind selbst gartenverrückt, aber das hier übertrifft alles –toll“, lobt Adolf Hürtgen. „Als die Kinder klein waren, hatten wir einen Gemüsegarten, dann wurde daraus Rasen. Und jetzt, wo die Kinder groß sind, haben wir wieder die Zeit und auch das Geld, um mehr aus unserem Garten zu machen“, sagt Hürtgen und nimmt viele Anregungen mit.

Und die Comuths – woher haben sie all ihre Ideen für diesen tollen Garten? „Wir sind viel gereist“, findet der Hausherr eine Erklärung. Reisen bildet ja bekanntlich. Und sorgt für viele gute Anregungen und Ideen.

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