Eine Woche im Zeichen des Jubiläums: 40 Jahre Regenbogenschule

Von: Israa Hamadache
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Lieder in verschiedenen Sprachen gehörten zum Programm, das die Kinder der Regenbogenschule beim Jubiläumsfest präsentierten. Foto: I. Hamadache

Stolberg. Unter dem Motto „Freu(n)de unterm Regenbogen“ feierte die Stolberger Regenbogenschule jetzt ihr 40-jähriges Bestehen. Bunt ging es zu bei diesem Jubiläumsfest. Einleitende Worte fand Schulleiterin Gundula Brüggenwirth.

Sie betonte die Bedeutsamkeit der Inklusion von Kindern mit besonderem Förderungsbedarf, lobte die erfolgreiche Entwicklung der Schule in den letzten Jahren und stellt die Grundideen des differenzierten Unterrichtssystems vor. „Bei uns gibt es keine Zwänge durch Notengebung. Hier hat man Zeit zum Lernen.“

Neben dem Lehren von Fächern wie Deutsch und Mathe möchte man die Schüler auf die Zeit nach der Schule vorbereiten, ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft erleichtern. Unterschiedliche Angebote wie die Wäscherei, das Kochen oder der Musikunterricht begeistern die Kinder.

Bürgermeister Tim Grüttemeier fand herzliche Worte an diesem Ehrentag: „Wir sind stolz, dass diese Schule in der Stadt Stolberg verankert ist, und werden sie gerne weiterhin unterstützen.“ Dem Jubiläum wurde die ganze Woche über volle Aufmerksamkeit geschenkt: Beginnend mit einem Gottesdienst und einem Tag der offenen Tür, einem Disco- und einem Gala-Abend sowie den Vorbereitungen auf das große Fest.

Bei diesem wurde von allen Seiten für eine einladende Stimmung gesorgt: Mit dem Vortragen von Liedern in unterschiedlichen Sprachen sangen sich die jüngeren Kinder in die Herzen des Publikums. Darauf folgte ein Auftritt der Schulband „Akustikrausch“ mit Stimmungsbomben wie dem Lied „Das geht ab“ der Band „Frauenarzt“, bei dem alle Zuschauer mitsangen.

Die einstündige Einleitungsveranstaltung wurde mit verschiedensten Angeboten bis in den Abend weitergeführt: Mit einem Bücherflohmarkt, einem Schulfilm und einer Kunstausstellung war für jeden Besucher etwas dabei.

Die Übernahme der Tagesbildungsstätte des Caritasverbandes durch den Kreis Aachen im Jahr 1974 war der Start der Entstehung der damaligen „Schule für Geistigbehinderte“ in Stolberg. Seinerzeit war es noch nicht allgemein üblich, dass geistig behinderte Kinder zur Schule gingen, eine generelle Schulpflicht wurde erst vier Jahre später eingeführt, blickte Städteregionsrat Helmut Etschenberg zurück. „Heute diskutieren wir nicht mehr ob, sondern wie und wo Kinder mit Förderbedarf unterrichtet werden.“

Mittlerweile ist nicht nur die Schülerzahl erheblich gestiegen, zudem ist auch das Lehrangebot deutlich erweitert worden. Dieses orientiert sich an den Fähigkeiten und Interessen der Schülerschaft und an den Anforderungen, die gesamtgesellschaftlich auf die Schule und die Kinder zukommen. Erziehung, Pflege und Therapie sind wichtige Bestandteile. Besonders beliebt sind der Schulhund und die Kaninchen, mit welchen die Schüler therapeutisch arbeiten. So wurden auch für die Besucher ein Bewegungsparcours mit Hunden und eine Pferderunde angeboten.

Großes Finale in Köln

Doch auch das musikalische Angebot lässt laut Gundula Brüggenwirth die Schülerherzen höher schlagen und führt dazu, dass die Kinder gerne zur Schule gehen. Für großes Aufsehen sorgte vor einigen Monaten das Projekt „Klasse will singen“, an dem die Schüler der sechsten Klasse teilnahmen. „Das große Finale bestand aus einem überwältigenden Auftritt in der Kölner Lanxess-Arena“, erinnerte die Schulleiter noch einmal an dieses ganz besondere Erlebnis.

Dank solcher Veranstaltungen fänden die Schüler näher zueinander und könnten das Schulmotto „Miteinander leben und lernen unterm Regenbogen“ täglich praktizieren.

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