Eine Wertschätzung für Stolbergs Straßen und Gehwege

Von: se
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Unterwegs: Jörg Ehlers, Bernd Kistermann, Nikolas Freese, Dirk Kemper, Lukas Renken, Jörg Veltrup und Aleksandar Mirazchiyski (v.l.). Foto: Essers

Stolberg. Wie viel sind die Stolberger Straßen wert? Diese Frage soll spätestens zum 1. Januar 2018 beantwortet werden. Doch bis dahin ist es – im wahrsten Sinne des Wortes – noch ein langer Weg. Schließlich muss das gesamte Stolberger Straßennetz mit einer Gesamtlänge von 269 Kilometern genauestens unter die Lupe genommen werden.

Diese Aufgabe haben Jörg Ehlers und Aleksandar Mirazchiyski übernommen. Sie arbeiten für die Ingenieurgesellschaft für Straßenwesen Aachen (ISAC), die von der Stolberger Verwaltung den Auftrag erhielt. Im Rahmen des neuen kommunalen Finanzmanagements, das seit dem Jahreswechsel 2008/2009 gilt, müssen alle Vermögenswerte einer Kommune erfasst werden – und dazu zählen natürlich auch die Straßen.

Im Jahr 2010 wurden schon einmal alle Stolberger Straßen erfasst. Nun schauen Ehlers und Mirazchiyski nach, ob noch alle Straßen vorhanden sind und wie sich deren Zustand in den vergangenen acht Jahren verändert hat.

In der Regel werden beispielsweise Fahrbahnen nach 60 Jahren erneuert, Gehwege sind schon nach 30 Jahren verschlissen. „Mit dieser Inventur der Straßen stellen wir fest, ob diese Angaben realistisch sind oder ob die Straßen schneller oder langsamer verschleißen“, sagt Jörg Veltrup, Leiter der Abteilung Tiefbau und Planung der Stadt Stolberg.

In einer Software sind alle Stolberger Straßen hinterlegt. Jörg Ehlers und Aleksandar Mirazchiyski sind mit Tablets ausgerüstet und müssen unter anderem angeben, welche Unebenheiten es gibt und wie es sich mit der Spurrinnentiefe, den Netzrissen und den Flickstellen verhält.

„Gerade Netzrisse sind schwer zu definieren. Das ist Wahrnehmungssache. Damit alle Erfasser die Straße gleich beurteilen, schulen wir sie, um die Fehlerquellen zu reduzieren. Schließlich geht es um Objektivität und nicht um Subjektivität“, sagt Lukas Renken, Geschäftsführer und Gesellschafter von ISAC.

Seit dieser Woche sind Ehlers und Mirazchiyski in Gressenich unterwegs. Danach werden die Ergebnisse mit der Verwaltung besprochen. Welcher Stadtteil als nächstes an der Reihe ist, steht noch nicht fest. „Es könnte aber sein, dass wir uns wieder etwas mehr in Richtung Zentrum bewegen“, verriet Nikolas Freese vom Amt für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur.

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